Streuner

Streuner brauchen unsere Hilfe

In den Ferien, wenn viele verreisen, finden die Streuner nicht genug Futter in den Müllcontainern. Es kommen dann immer wieder wilde oder ausgesetzte Katzen zu den Futterstellen.
Wir versuchen, in dieser Zeit so viele Katzen wie möglich zu fangen. Kastriert können sie dann in ihr gewohntes Leben zurückkehren.

Die erste Futterstelle liegt inmitten eines Wohngebiets an einem unbebauten Platz.

 

Die meisten frei lebenden weiblichen Katzen bekommen, früh geschlechtsreif geworden, noch viel zu jung ihren ersten Wurf. Viele von ihnen sterben. Aus diesem Grund befinden sich unter den Streunern mehr Kater als Katzen.
Auch für Kater ist die Kastration aus Tierschutzgesichtspunkten unbedingt erforderlich. Artemis – Streunerhilfe in Marousi lässt daher Kater und Katzen kastrieren.

Der Weiße, die Glückskatze und der Rotweiße wurden im Juli 2013 an drei aufeinanderfolgenden Tagen gefangen.
Endlich wieder in Freiheit, rennen die ersten beiden so schnell weg, dass ich sie gerade noch fotografieren kann.
Auch beim roten Kater habe ich die Kamera bereit als ich die Box öffne.

Aber was geschieht?

Hoffentlich kann er nach den Ferien zu seiner Familie zurück. Wenn nicht, wird er sich mit den anderen Katern arrangieren.
Da er jetzt schon so zahm ist, wird er an Doris Futterstelle auch gesundheitlich versorgt werden können.

Protos, ein ganz besonderer Kater!

An einer geschützten Stelle werden die noch sehr scheuen Katzen gefüttert und zur Kastration gefangen.
Die grau getigerte Katze ist bereits kastriert. Mit dem schwarzweißen Kater hat es eine besondere Bewandtnis.

Katze Little by Little und Kater Protos

 

Am 29. August 2013 wird der schwarzweiße Kater Protos kastriert. Es ist die erste Kastration seit es das Artemis-Projekt der Bochumer Katzenhilfe gibt.

Frisch kastriert muss er noch eine Nacht in der Box ausharren; am anderen Morgen geht es dann ab in die Freiheit.

Nur wenige Tage später, Anfang September geht ein ganz wilder Roter in die Falle. Er schüttet beim Tierarzt so viel Adrenalin aus, dass die erste Betäubung nicht wirkt.
Kaum war die Tür der Box offen, war er auch schon auf und davon. Drücken wir die Daumen, dass er wiederkommt.

Den prächtigen Kater Shadow kennen wir schon seit Jahren. Er wurde von einer Nachbarin gefüttert, die seit zwei Jahren einen Hund hat, leider einen Katzenjäger. Shadow streunerte dann in der weiteren Umgebung umher und wurde nur selten gesehen. Im Sommer 2012 war er sehr abgemagert.
Im Sommer 2013 kommt er häufiger in seine alte Umgebung und endlich auch zu Doris Futterstelle, wo er im September gefangen werden kann.

Frisch kastriert geht es in ein neues Leben. Er kommt bestimmt wieder und wird mit der Zeit nicht mehr allzuweit herumstreunern.
Und siehe da, ein paar Tage später kommt er wieder, zwar noch nicht in den Garten, aber immerhin frisst er schon unter dem Auto.

Herzlich willkommen Shadow!

 

Anfang der Sommerferien 2013 taucht dieser hübsche Kater zum ersten Mal auf. Am anderen Morgen hat auch er es überstanden. Hoffentlich kehrt er bald zurück und gewöhnt sich an den Futterplatz, damit wir für ihn sorgen können. 

 

Etwa eine Woche später, am 08. Oktober, geht ein lange schon bekannter Kater in die Falle, der meistens in einer Parallelstraße zu finden ist, wo er auf einer Terrasse gefüttert wird.
Wo er gefangen wurde, wird er in die Freiheit entlassen. Man kann nicht sagen, dass er es eilig hätte.

 
 

Die zweite Futterstelle, Toulas Futterstelle wurde im Oktober 2012 eingerichtet. Drei Kater und drei Katzen konnten kastriert werden, die geblieben sind und inzwischen zu den ehemaligen Streunern gehören.

Im März 2013 wurde vom Tierschutzverein ein Kastrationsprojekt organisiert, für das wir dort vier weitere Katzen fangen konnten.
Die weißrote Katze ist sehr scheu und stellt sich nur zum Fressen ein.

Diese Katze hatte drei Junge aufgezogen, für die Toula glücklicherweise ein Zuhause fand. Es ist wohl die scheueste die zur Futterstelle kommt. Wir haben gehört, dass auch ihre Jungen inzwischen kastriert sind.

Die graue Tigerin ist sehr zutraulich und lässt sich sogar streicheln.

Auch für diese hübsche, vielleicht eine Tochter der sehr scheuen, konnten wir noch einen Käfig organisieren. Die Falle war nur ein Notbehelf für eine Nacht, den sie friedlich ertrug.

 

Alle vier Katzen bleiben noch zwei/drei Tage im Käfig, bevor sie an Toulas Futterstelle wieder freigelassen werden.

Die dritte Futterstelle existiert schon lange. Sie wird von Athina betreut. Im August 2013 wurde sie in das Artemis-Projekt aufgenommen, damit weiterhin Kastrationen vorgenommen werden können.

Anfang September wurden im Rahmen eines Tierschutzprojektes elf Katzen dieser Futterstelle gefangen und kastriert, acht weibliche und drei männliche.

 Einige Tage nach dem Projekt geht es mit einer roten Katze weiter.

Eine Woche nach der roten Katze folgen ein roter Kater und zwei junge Kätzchen, eins weiblich und eins männlich. Die beiden Kätzchen hatten besonderes Glück, denn schafft man es, sie vor der Geschlechtsreife zu kastrieren, dann ist die Chance groß, dass sie sich noch nicht durch Bisse mit ansteckenden Krankheiten infiziert haben.

Grisoula, das graue Kätzchen oben, hat eine Verletzung am rechten Vorderbeinchen. Eine OP ist unumgänglich. Wie schon für viele kranke Katzen zuvor, wird sich Athina auch um Grisoulas tierärztliche Behandlung kümmern.

Athinas Futterstelle liegt im Vorgarten eines Mehrfamilienhauses. Das ganze Viertel ist dicht bebaut, es gibt nirgends einen freien Platz, wo die Katzen ungestört fressen können. Da Athinas Fürsorge von den Mitbewohnern nicht geschätzt wird, füttert sie nachts.



  

   

Diese Fotos wurden früh am Morgen aufgenommen, als im Haus noch alles ruhig war. Sobald sich Athina zeigt, kommen einige Kätzchen angelaufen.

   

An Athinas Futterstelle können die Katzen nicht friedlich leben, weil sie von den Mitbewohnern verscheucht werden. Athina versucht während der Fütterung, die Katzen an sich zu gewöhnen. Wird eine Katze zutraulich, nimmt Athina sie in ihrer Wohnung auf und versucht, ein Zuhause für sie zu finden.
Viele Tierschützerinnen arbeiten hier auf dieselbe Weise, um die Zahl der Streuner zu reduzieren. Daneben organisieren sie aber auch immer wieder die so wichtigen Kastrierungsprogramme – das alles in Privatinitiative!

Wird es bald weitere Futterstellen geben?

Wir können es selber kaum glauben: Seit dem 29. August, als der schwarzweiße Kater Protos als erster der Artemis – Streunerhilfe in Marousi gefangen wurde, wird das bunte Kätzchen Kosi am 23. September als zwanzigstes kastriert – vier Kastrationen an der ersten Futterstelle und fünfzehn an der dritten. Ohne die Unterstützung der Bochumer Katzenhilfe und ihrer Freunde wäre das nicht möglich gewesen.

Kosi hält sich oft im Garten von Nachbarn auf. Dort lebt sie mit zwei Jungen vom Frühjahrswurf und drei oder vier Kitten vom Sommer. Ihr rechtes Auge ist durch eine verheilte Narbe beeinträchtigt. Gut, dass sie jetzt nicht mehr um ihr Leben und um das ihrer Jungen kämpfen muss.

Einer ihrer beiden Jungs vom Frühjahr wird einen Tag später gefangen. Glücklicherweise konnten wir auch ihn zum Transport in eine Box umsetzen und die Falle war wieder frei.
Kurze Zeit später saß ein schwarzweißer Kämpfer drinnen.

Alles gut überstanden. Noch eine Nacht schlafen.
Frühmorgens, mit den ersten Sonnenstrahlen, geht’s ab in die Freiheit!

Etwa zwei Wochen nach seiner Mutter wird ihr zweites Junges, ein kleiner schwarzgrauer Tabby-Kater mit viel Weiß gefangen.

Alles gut gegangen.
Hast du nicht gesehen nimmt er Reißaus!

Angeliki und Michalis füttern auf ihrer Terrasse die bunte Mutter und ihre Kinder weiter. Angeliki und Michalis wohnen schräg gegenüber der ersten Futterstelle an dem unbebauten Platz. Es wird also bald zwei nahe beieinanderliegende Futterstellen geben.

Ein idealer Platz für Steuner

Seit Oktober 2013 füttern wir Streuner an einem ruhigen, unbebauten Platz. Fernab von stark befahrenen Straßen steht ein abgemeldeter LKW, in dem es sich drei kleine Kater eingerichtet haben, zwei rotweiße und ein schwarzweißer.

Der LKW, eine gute Futterstelle auch bei Regen.

Die beiden rotweißen haben schnell bemerkt, dass regelmäßig Futter kommt.

    

Ein Stück weiter hinter dem LKW ist Holz aufgestapelt. Hier verstecken sich weitere Streuner. Ein alter, weißer Kater mit roter Kopfzeichnung kommt täglich zum Fressen, der junge rote hinter ihm lässt sich nur selten blicken.

Anfang November 2013 werden an dieser Futterstelle drei Katzen gefangen und kastriert: eine Glückskatze, eine bräunlich graue Tigerin und eine Glückskatze mit viel weiß.

Kennen wir sie erst besser, werden sie Namen bekommen.

Dank einer Spende im November 2013 kann es an der Futterstelle am LKW bald mit den Katern weitergehen.
Besonders die Kastration der jungen Kater liegt uns am Herzen, damit sie gar nicht erst anfangen, auf Weibchensuche zu gehen, um sich dann in Katerkämpfen zu verletzen und zu infizieren.