Rópalo

Am 21. Oktober 2014 zeige ich Maria die Fangstelle an der Mesogeion.
Wer sitzt denn da mitten auf der Straße? Ganz erbärmlich sieht der kleine Kerl aus. Zum Glück hat er keine Angst und läuft nicht weg, sondern kommt auf uns zu.

Auf geht’s zum Tierarzt!
Rópalo hat Panleukopänie, ist stark unterkühlt und hätte eine weitere kalte Nacht nicht überlebt. Eine Woche wird er in der Kinik behandelt. Er schläft auf einer Wärmeplatte und fängt bald an zu fressen.

Geschwächt wie er war, hatte er sich auch noch einen Pilz eingefangen. Die Waschungen dagegen lässt er ganz gelassen über sich ergehen, hat sogar gleich wieder Appetit und ruht sich nach dem Fressen in seinem Bettchen aus.

Sieht er nicht aus wie eine Fledermaus?
Obwohl ich eigentlich weiß, was Fledermaus auf Griechisch heißt, googele ich und finde als Übersetzung Rópalo. Der Name klingt gut und gefällt auch der neuen Katzenmama, für die schon beim Anblick der ersten Fotos feststeht, dass sie dem Kerlchen ein Zuhause geben wird.
Als mir der richtige Name für Fledermaus einfällt, der aber überhaupt nicht für einen Kater passt, schaue ich im Wörterbuch nach: Rópalo heißt Keule. Seine neue Familie nimmt es mit Humor und ruft ihn spaßeshalber auch so.

Die so frühe Aussicht auf ein schönes Zuhause ist für uns natürlich wunderbar und wir können mit einer Sorge weniger zuschauen, wie sich Rópalo entwickelt.

Lange Zeit darf Rópalo nicht mit den anderen Katzen zusammensein, aber ist er ein ausgeglichener kleiner Kater und kann sich sehr gut allein beschäftigen.

Nach gut drei Wochen hat er schon kräftig zugenommen …

… und es geht wieder zum Tierarzt, der sehr zufrieden mit Rópalo ist.

Der Pilz ist verschwunden, Rópalo hat ein schönes weiches Fell bekommen und zieht um. Sein neues Bettchen liebt er.

Auch findet er gut, dass er jetzt mehr Platz zum Rennen hat.
Bis zum vollen Impfschutz soll er sicherheitshalber noch nicht mit den anderen Katzen zusammenkommen, weshalb wir viel mit ihm spielen.

Offenbar müde genug, mault er auch gar nicht, wenn es nachts in den Käfig geht und Rópalo wartet am Morgen geduldig, bis er hinaus darf.

Noch drei Wochen dauert es bis zur zweiten Impfung.

Rópalo ist schon groß geworden und sein Fell glänzt richtig schön.

Berührungsängste kennt er nicht – erstaunlich für einen kleinen Kerl, der viel Zeit allein verbringen musste.

Und schon naht der Abend vor der Abfahrt.

Sternchen hilft dabei, Rópalo vor seiner großen Reise ordentlich müde zu spielen.

 Aslan hat den gepackten Koffer geprüft und offenbar für gut befunden.

Rópalos Reisetasche wird erst einmal von Sternchen untersucht. Für ihren kleinen Freund ist das Beste gerade gut genug. Auch Rópalo ist zufrieden.

Bis es ins endgültige Zuhause geht, muss Rópalo zwischengeparkt werden.
Am 13. Dezember 2014 kommt er gesund und munter bei Barbara an und findet alles vor, was ein Katzenherz begehrt.

In einem katzenerfahrenen Haushalt gibt es jede Menge Spielzeug …

… und Gesellschaft.

Ein Dankeschön an Barbaras Sohn für die Gesellschaft, die er Rópalo geleistet hat, und die schönen Fotos, die dabei entstanden sind!

Am 14. Dezember wird Rópalo von seinem neuen Papa abgeholt. Eine wahre Odyssee muss der durchstehen: Stau ohne Ende auf der Herfahrt und Motorschaden auf der Rückfahrt. Aber Ende gut, alles gut!
Wir bekommen in den Tagen nach Rópalos Ankunft viele gute Nachrichten. Zwei- und Vierbeiner vertragen sich bestens und haben viel Spaß miteinander.

Schnuppern kurz erlaubt.
 
Rópalo liebt Milchkaffee.
 
Jini, Rópalo und Eric am 7. Januar 2015. Besser könnte es doch gar nicht sein, oder?
 

Mehr Neuigkeiten und Fotos von Eric, Jini und Rópalo gibt es auf der Homepage der Bochumer Katzenhilfe.

Im Sommer 2015 erreicht uns die sehr traurige Nachricht, dass Rópalo durch ein Auto ums Leben gekommen ist. Er musste nicht lange leiden und sein kurzes Leben war wunderschön. Wir werden sein Andenken in unseren Herzen bewahren.