Marias Futterstelle

In der Nähe von Angelikis und Doris Futterstelle kümmert sich Maria seit vielen Jahren um Streuner, die sie nach und nach kastrieren ließ. Sie füttert auf ihrer Terrasse etwa 15 Katzen. Einige gehen bei ihr ein und aus.

 

Im Dezember 2013 komme ich mit Maria ins Gespräch und helfe ihr, das sehr scheue Schildpattkätzchen und den scheuen schwarzweißen Kater mit der Falle zu fangen.
Im März 2014 besuchen wir Marias Futterstelle mit der Bochumer Katzenhilfe und nehmen sie ins Artemis-Projekt auf.
Die schönen Fotos, die Ulla an Marias Futterstelle aufnahm, zeigen, wie gut es Streunerkatzen geht, wenn sich jemand liebevoll um sie kümmert.

Der große und sehr liebe Kater Petros ist ein schönes Beispiel für die gute Zusammenarbeit an unseren Futterstellen.
Petros wurde als etwa einjähriger kastrierter Kater an einer von Hennys Futterstellen ausgesetzt. Als er anfing zu husten und zu schnupfen, brachte ich ihn zum Tierarzt und gab ihm drei Wochen in meiner Pflegestelle die Medikamente.
Als es Petros wieder besser geht, er aber nicht an seine alte Futterstelle zurück soll, weil dort Katzen verschwunden waren, nimmt Maria Petros Anfang Mai 2014 bei sich auf.

Ende Mai darf Petros nach draußen – zunächst mit Maria zusammen.
Er hat sein neues Zuhause akzeptiert, fühlt sich wohl und macht überhaupt keine Anstalten wegzulaufen.
Warum auch? Bei der Liebe!

Ein halbes Jahr später hat der Kater nicht nur Marias Herz gewonnen.

Mitte Mai 2014 hört Maria ein verzweifeltes Miauen. Sie geht in den Garten und findet diese beiden Kätzchen.
Ein Freund ihres Sohnes nimmt die beiden wenig später bei sich auf.

Im Juni 2014 gelingt es Maria, diese Glückskatze in eine Box zu stecken. Mit ihr sind vorerst alle Katzen, die zu Marias Futterstelle gehören, kastriert.

Anfang Oktober findet Maria dieses Kätzchen, dem es gar nicht gut geht. Als wir es endlich fangen können, ist es leider schon zu spät. Es hat keine Kraft mehr zum Überleben und stirbt beim Tierarzt.

Zu Marias Futterstelle kommen auch viele Streunerkatzen aus der Nachbarschaft. Wir nehmen uns vor, nach und nach auch diese kastrieren zu lassen – nicht zuletzt, damit das schlimme Sterben der Babykatzen ein Ende hat.

Mitte Oktober passiert es zum ersten Mal: Mutter und Tochter gehen zusammen in die Falle. Der Bruder wurde einen Tag vorher gefangen und kommt schon von der Kastration zurück.

Sind diese beiden und drei dazugehörige schwarze Kätzchen, die schneller weg sind als man fotografieren kann, wohl mit Kalle und seinen Geschwistern verwandt?

Weil die fünf Jungen inzwischen groß genug sind, fangen wir die Mutter, die oft aus der Nachbarschaft zu Marias Futterstelle kommt.

Den kleinen Rópalo finden Maria und ich im Oktober 2014.

Im November muss Maria ihre Omorphoula gehen lassen, die sie über neun Jahre fütterte. Die Katze hat ein schweres Nierenleiden und die Therapie schlug leider nicht wie gewünscht an. Maria wird sie bestimmt nicht vergessen.

In den Gemeinschaftsgarten hinter Marias Wohnhaus kommt seit Frühling 2014 eine sehr liebe Katze – zuerst ohne, im Sommer mit ihren beiden Babys. Als diese etwa drei Monate alt sind, bringen wir die Mutter Anfang November 2014 zur Kastration. Sie darf danach nicht gleich wieder zu ihren Jungen, die in der Zwischenzeit von Maria versorgt werden, damit sie nicht weglaufen.

Nach drei Monaten, Ende Januar 2015, werden auch die Jungen kastriert, ein Kater und eine Katze.

 

Als wir die beiden fangen, kommen wir mit einem Nachbarn ins Gespräch, der zwei Katzen füttert. Eine hat er bereits kastrieren lassen, die andere ist so scheu, dass er sie nicht fangen kann. Da sie aber angelaufen kommt, wenn er sie ruft, war es ein Leichtes für uns mit der Falle.

Der Mann wusste, dass die Mutter der beiden jungen Katzen bei einer Familie in seinem Haus wohnte. Ihre ersten beiden Würfe wurden nach draußen gesetzt und als die Katze wieder trächtig war, schließlich auch sie. Wie gut, dass sie zu Maria kam.

Ende November 2014 fangen wir einen sehr scheuen schwarzen Kater  und Anfang Dezember eine Tigerin.

Dieser kleine Kerl wurde Anfang Dezember 2014 vor einer Apotheke ausgesetzt. Er hat schlimmen Durchfall und wir bringen ihn erst einmal zum Tierarzt. Am Brustbein hat er einen Knochen hervorstehen, der ihn aber in keiner Weise behindert. Nach der Röntgenaufnahme zu urteilen, hat er ihn schon von Geburt an.
Maria nimmt den Kater zu sich, pflegt ihn gesund und nennt in Mavroulis.
Nach einigen Wochen wird er geimpft, nach einigen Monaten kastriert und macht Maria viel Freude – endlich mal kein scheues Katzenkind, sondern eins zum Schmusen.

Ende Januar 2015 fangen wir einen Kater, der nur ab und zu zu Marias Futterstelle kommt. Die Streunerin ist auf dem Weg zum Tierazt wegen einer schlimmen Ohrenentzündung. Zum Glück kann ihr geholfen werden.

Im Januar findet Maria auf ihrer Terrasse ein totes Katzenkind, drei Katzenkinder sind spurlos verschwunden. Irini findet zur selben Zeit zwei ihrer Katzenkinder tot auf dem Hof.
Wir rufen Penny vom Tierschutzverein an, die ein Schreiben verfasst, das vor Vergiftungen warnt. Wir verteilen es an die Haushalte in unserer Nähe.
Diese drei Katzenkinder leben und wir wollen sie sobald wie möglich kastrieren lassen.

Da sie sehr scheu sind, brauchen wir viel Geduld und müssen sie erst einmal daran gewöhnen, in der Falle zu fressen. Außerdem sollte sie unsere Anwesenheit, während sie fressen, nicht mehr stören.

Anfang Februar 2015 werden sie kastriert; es sind eine kleine Tigerin, ein rotes Katerchen und ein kleiner Tiger. Der kleine Tiger ist der scheueste der drei Kätzchen und war am schwierigsten zu fangen. Sollte man gar nicht meinen, denn er lebt die meiste Zeit in Marias Wohnung, wo er nach der Kastration gleich wieder unters Sofa flüchtet.

Im Februar schneit es in Marousi. Vor Marias Haus werde ich freundlich von diesem kleinen Mann empfangen.

Auf Marias Bett lassen es sich sieben Streuner gutgehen. Leider sind die ersten drei schneller verschwunden als ich die Kamera herausholen kann.