Hennys Futterstellen

Hennys Futterstellen werden während eines Besuchs der Bochumer Katzenhilfe im März 2014 ins Artemis-Projekt aufgenommen.
Die erste Futterstelle betreut Henny zu dem Zeitpunkt schon seit acht Jahren.
Seit 2015 haben Hennys Futterstellen Georgia als Patin. Georgia hatte sich einer kleinen Streunerfamilie angenommen und dafür gesorgt, dass alle eine Chance auf eine gesicherte Zukunft bekommen.
Mehr dazu unter Penelope und ihre Drei.

Henny an ihrer ersten Futterstelle. Hier füttert sie mittags und abends.

Als Ulla im März 2014 an dieser Futterstelle die Katzen fotografiert, sind sie bereits kastriert.

Dieser wunderbare Kater ist Palikari. Er hat sich an Hennys Futterstelle immer sehr lieb um Katzenkinder gekümmert und kommt eines Tages mit einer sehr tiefen Bisswunde zum Fressen.

Nach einem zweiwöchigen Klinikaufenthalt kommt Palikari zu Henny, die ihn drei Monate lang mit viel Geduld pflegt und immer wieder die Naht bandagiert, damit sie nicht wieder aufgeht.

Mit der Zeit wird Palikari zutraulicher, gewöhnt sich an sein Leben als Wohnungskater und Hennys Familie beschließt, Palikari bei sich zu behalten.

Palikari im April 2014

Palikari im Juni 2014

Anfang September 2014 wird an Hennys Futterstelle ein junges Kätzchen ausgesetzt. Sie scheint bei Menschen aufgewachsen zu sein und wir fürchten, dass sie nicht lange als Streuner wird überleben können. Da bei mir gerade Drei kleine Weltmeister und Mitsu sind, nehme ich das Kätzchen auf.

Am 26. Oktober 2014 zieht Agapi in ihr neues Zuhause ein.

2015 geht es weiter. Da die Futterstelle auf dem Hinterhof eines M&S-Ladens liegt, nennen wir sie künftig Futterstelle MuSp.

An der zweiten Futterstelle füttert Henny seit 2012.

Henny füttert hier einmal am Tag, damit die Katzen regelmäßig etwas zu fressen haben.

Den Katzen werden von Anwohnern auch Essensreste hingeworfen.

Wegen der durch die Essensreste angelockten Schnecken wird Schneckengift gestreut und Henny muss eine andere Stelle suchen, an der sie füttern kann.

Diesen hübschen Kerl nennt Henny Naughty Boy. Er ist ein scheuer Einzelgänger, der auch mal ganz plötzlich aggressiv werden kann.

Anfang April 2014 kommt Naughty Boy verletzt zur Futterstelle. Er hat einige Blessuren an den Beinen und setzt das rechte Hinterbein nicht mehr auf.

Als das Bein dicker wird beschließen wir, Naughty Boy zum Tierarzt zu bringen – kein leichtes Unterfangen, denn Naughty Boy wurde wenige Wochen zuvor kastriert und kennt die Falle.

Tagelang füttern wir Naughty Boy vor und später in der Falle.

Während wir auf unser Fangglück bei Naughty Boy warten, fangen wir nebenbei drei Kater zur Kastration, den grauen, den roten und den schwarzen. Wir entschließen uns, auch Petros zu fangen, der sehr stark hustet. Nachdem der Tierarzt eine starke Bronchitis festgestellt hatte, kommt Petros zu mir, solange er die Medikamente nehmen muss.
Dann nimmt Maria ihn bei sich auf.

Allmählich verliert Naughty Boy seine Angst vor der Falle und traut sich ganz hinein.

Nach etwa zehn Tagen frisst er hinten in der Falle.

Am Ostersamstag fangen wir Naughty Boy und bringen ihn am Ostermontag zu Dr. Lionakis.

Die Röntgenaufnahmen zeigen einen komplizierten Bruch am rechten Unterschenkel.

Mithilfe einer Metallplatte wird der Unterschenkel wieder auf die ursprüngliche Länge gebracht.

Naughty Boy wird zudem vorn vom Knochen Zellmaterial entfernt und an der Bruchstelle eingesetzt. Außerdem werden ihm einige schlechte Zähne entfernt, die schon Entzündungen hervorgerufen hatten.
Eine knappe Woche bleibt Naughty Boy in der Klinik und kommt danach auch zu Doris.

Dort ist er die erste Zeit nicht allein, denn Petros muss noch ein Medikament langsam ausklingen lassen.

Im Gegensatz zu Naughty Boy ist Petros ein ganz lieber, der sich immer wieder eine Weile frei im Zimmer bewegen kann.

Naughty Boy kann leider nicht raus. Er darf sich nicht viel bewegen, vor allem darf er nicht springen.
Leider wird Naughty Boy auch nach Wochen nicht zugänglicher und muss im Käfig bleiben. Da er seine Muskulatur trainieren soll, setzen wir an seinen Käfig eine Falle und füttern ihn abwechselnd Löffel für Löffel mal in der rechten Ecke vom Käfig, dann wieder am linken Ende der Falle.

Wider Erwarten wird die Falle zu seinem Lieblingsaufenthaltsort.

Ende Mai läuft Naughty Boy im Käfig auf und ab so, als wäre nichts gewesen, und auch sein Fell wächst prima nach. Aber erst eine Röntgenaufnahme kann zeigen, ob er wieder in die Freiheit entlassen werden darf, und wir machen einen Termin bei Dr. Lionakis.

Hier nun Naughty Boys Röntgenaufnahmen vom 29.05.2014.
Auf der linken Aufnahme sieht man, wie schön das Gelenk abgewinkelt werden kann.
Zu der rechten meinte Dr. Lionakis, dass es besser nicht hätte sein können. Der etwas verschwommene eiförmige Knubbel in der Mitte neben dem Implantat ist genau das, was er erhofft hatte. Überall dort, wo er körpereigenes Knochenmaterial eingesetzt hatte, fängt der Körper an, neue Knochenzellen zu bilden. Wenn die Knochenbildung noch weiter fortgeschritten ist, darf Naughty Boy wieder in die Freiheit. Erst Jahre später wird der Knochen dann so aussehen, wie zuvor.
Unglaublich, was die Natur leisten kann.
Allen Spendern in Deutschland, Holland und Griechenland, die Naughty Boys OP finanziert haben, sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt.

Es fällt mir schwer, zu berichten.
Nach weiteren vier Wochen, bei der letzten Untersuchung, wachte Naughty Boy nicht mehr aus der Narkose auf. Die letzten Röntgenaufnahmen zeigten ein optimales Bild und wir hatten für Naughty Boy einen Platz gefunden.
Wieder einmal fühlten wir uns machtlos – besonders für Dr. Lionakis, dem so etwas zum ersten Mal passierte und der alles versucht hatte, um Naughty Boy zurückzuholen, war es ein Schock.
In unseren Herzen behält Naughty Boy seinen Platz.

Die Streunerhilfe geht weiter. Mitte Juli fangen wir eine zutrauliche Streunerin, die Henny schon länger kennt.

Eine Woche später wird diese liebe Katze kastriert, die wie die grauweiße jeden Tag an der Futterstelle erscheint.

Als sie zwei Tage später freigelassen wird, fangen wir einen wilden grauen Tiger.

Diese süße Kleine erscheint Mitte Juli an der Futterstelle, kommt aber nach einigen Tagen nicht wieder.

Den roten und den schwarzen Kater wollen wir schon länger fangen. Beim schwarzen gelingt es einige Tage später, nachdem er anfing in der Nähe der Falle zu fressen.

Den roten fangen wir Anfang September – zum Glück, denn sein Rücken ist von Wunden übersäht und der Tierarzt kann ihn vor Infektionen schützen.

Mitte September werden ein zutraulicher grauer Tiger

und eine schwarze Katze kastriert.

2015 geht es weiter. Da die Futterstelle in der Nähe eines AB-Supermarktes liegt, nennen wir sie künftig Futterstelle AB.