Futterstelle MuSp

Hennys Streuner warten. Wann kommt sie denn endlich?

Januar 2015. Henny streichelt einen Streuner, der im März 2014 kastriert wurde. Er war ein wilder Kämpfer, der immer wieder mit Bisswunden ankam und auch andere Kater schlimm verletzte.

Am 21. Januar fangen wir einen Neuzugang. Wieder zuhause angekommen heißt es: Bloß weg hier!

In Hennys Straße wohnt eine alte Dame, die fünf Streuner füttert, einen schwarzen Kater, seinen Sohn, eine Glückskatze und zwei Katzen, die bereits kastriert sind. Den schwarzen Kater fangen wir auch am 21. Januar.

Das ist Buddy. Er kam vor Monaten als Streunerjunges an Hennys Futterstelle und hat bei ihr ein Zuhause gefunden. Er ist alt genug und wir nehmen ihn gleich mit zum Tierarzt.

Der Sohn des schwarzen Katers wird eine Woche später kastriert und am nächsten Abend liebevoll von der alten Dame in Empfang genommen.

Anfang Februar fangen wir diesen älteren rotweißen Kater und nehmen noch einen jungen Kater mit.

In Hennys Nähe wohnt Despina, die einen kleinen Streunerjungen bei sich aufnahm. Auch Despinas Tochter ist sehr tierlieb und freut sich als der Kleine wieder nach Hause kommt.

Mitte Februar fangen wir endlich die Glückskatze, die nicht regelmäßig zur Futterstelle der alten Dame kommt.

Das ist Opap, benannt nach einem Wettbüro (O.P.A.P.) in Hennys Straße. Opap wurde als kleiner Kater gefunden und fand im Wettbüro ein Zuhause. Als wir ihn Anfang März zur Kastration abholen, hat er eine Wunde in der Leistengegend, die schon fast verheilt ist.

Drei Wochen später erfahren wir, dass sich einige Kunden über den Kater beschwert haben und dass er deshalb nicht bleiben kann. Wir finden ein anderes Zuhause und als ich den lieben Kerl abhole, sehe ich, dass seine Wunde wieder aufgegangen ist und eitert. Eigentlich sollte Opap geimpft werden, aber zuerst muss seine Wunde gesäubert und genäht werden. Ich nehme ihn zum Aufwachen und bis die Wunde gut verheilt ist zu mir. In seinem neuen Zuhause wollen sie auf den Kater warten.
Zwei Tage vor Opaps Umzug erhalte ich einen Anruf aus dem neuem Zuhause, dass sie dort zwei Katzenkinder gefunden und aufgenommen haben,  und dass nun für Opap kein Platz mehr ist.

Piperouli wird seit vier Jahren von klein auf von einer Frau in Hennys Nähe gefüttert. Vor zwei Jahren hat er einen Teil seines Schwanzes verloren und die Verletzung verheilt nicht richtig. Immer wieder ist die Rede davon, dass der Kater kastriert und der Schwanz behandelt werden soll. Einige Anwohner beschweren sich über das Blut auf ihren Autos und drohen, den  Kater zu töten. Endlich gelingt es Despina, auf deren Balkon Piperouli hin und wieder zum Fressen kommt, ihn zu fangen. Anfang April kommt der Kater in die Klinik, wird kastriert am Schwanz operiert.