Futterstelle Irini

Irinis Futterstelle war eine unserer ersten Fangstellen. Nachdem Irini im Sommer 2015 weggezogen war, kümmerten wir uns weiterhin um ihre Katzen und schließlich wurde 2017 aus der Fangstelle unsere Futterstelle, an der wir nun schon eineinhalb Jahre lang diese vier Katzen versorgten.

Anfang April sehe ich auf dem Weg zu Irini einen Kater, den ich noch nie in der Gegend gesehen hatte. Er ist sehr zutraulich und ich bringe ihn umgehend zum Kastrieren. Da er ausgesetzt und für ein Streunerleben nicht geeignet zu sein scheint, nehmen wir ihn danach in Pflege, um ihn besser kennenzulernen und ein neues Zuhause für ihn zu suchen.

Allmählich ändert sich das Bild an der Futterstelle, denn hin und wieder stellen sich Katzen ein, die in den Gärten hinter Irinis Grundstück oder vor den Häusern gegenüber gefüttert werden.

Ansonsten bleibt es wie gehabt. Den vier Katzen an Irinis Futterstelle schmeckt’s.

Auch 2018 geht es zunächst unverändert weiter. Die vier warten auf ihr Futter.

In Irinis Garten haben sie ein schönes Leben. Seht Ihr zwei?

Im März fangen wir von den Katzen, die öfter mal vorbeischauen, die Glückskatze und den graugetigerten Kater.

Beim Kater dauert es etwas länger, bis er sich wieder blicken lässt; die Glückkatze ist schon am nächsten Tag wieder da.

Im April wird die scheue graue Katze kastriert.

Einen Monat später ist sie schon weniger ängstlich.

Der sehr zutrauliche schwarzweiße Kater Felix kommt oft von Toulas Futterstelle herüber.

Irinis Katzen füttern wir hinter dem Tor, die anderen auf dem Mäuerchen.
Ihr seht auf dem Bild nur noch drei von Irinis Katzen. Die braungetigerte Katze hatte einen Unfall, denn sie kommt einige Tage hinkend zur Futterstelle. Leider lässt sie sich nicht fangen und bald kommt sie gar nicht mehr.
Sie ist mindestens zwölf Jahre alt geworden und es ist uns ein Trost, dass sie an Irinis Futterstelle ein gutes Leben hatte.

Ende Mai kommt ein bisher unbekannter Kater zur Futterstelle. Er hat mehrere Bisswunden am Schwanz, die beim Kastrieren gleich mit versorgt werden. Nach seiner Kastration verschwindet er zwar erst einmal, aber bald sehen wir ihn oft in Irinis Garten. Vermutlich sind die, die ihn füttern, den Sommer über in Ferien gefahren.

Im Sommer kommt auch der im März kastrierte Kater wieder zur Futterstelle.

Seht Ihr sechs Katzen, die Glückskatze, Irinis schwarzweiße, die graue Katze, den getigerten Kater mit weiß, den grauen Kater und Felix, Toulas schwarzweißen Kater?

Im August erscheint dieser Hübsche zum ersten Mal an der Futterstelle und bleibt. Er ist leider sehr scheu und hält sich nur im Garten auf, zu dem ich keinen Zutritt habe. Erst im November gelingt es mir, ihn auf die Straße zu locken und zu fangen. Kastriert trollt er sich davon, bleibt aber an der Futterstelle. Wir nennen ihn Labros.

Anfang August traue ich meinen Augen nicht. Sitzt da doch tatsächlich ein kleines Kätzchen bei Irinis Katzen!

Und einige Tage später kommen noch zwei.

Ich mache mich auf die Suche und finde Katerina, die unweit von Irini wohnt und hinten in ihrem Garten Katzen füttert. Sie hatte noch nicht gemerkt, dass die Kleinen auf die Straße laufen, um nach Futter zu suchen, und wird künftig mehr Futter bereitstellen. Klar, dass es eine neue Fangstelle geben wird, die Fangstelle Salamino, an der wir bald die ersten Katzen fangen.

Bei Irini geht alles seinen gewohnten Gang weiter, 2018 gibt es keine besonderen Vorkommnisse mehr. Den Streunern geht es gut.

Erst im Januar 2019 gibt es wieder einen Neuzugang, der umgehend gefangen wird. Nach seiner Kastration fliegt er förmlich davon …

sitzt aber am anderen Tag schon wieder im Garten.

Und dort bleibt er auch.
Irinis Drei, Mana, Mavro Miti und Xeni, fressen wie gehabt hinter dem Tor, die anderen auf oder vor der Mauer. Es sind die vier, die hier in den vergangenen Monaten zum Kastrieren gefangen wurden, und zwei, die von der neuen Fangstelle schräg gegenüber kommen, woher auch die kleinen Kätzchen kamen.

An der Futterstelle Irini werden 2019 keine weiteren Katzen mehr zum Kastrieren gefangen.
Im Sommer stellt sich ein neues schwarzweißes Kätzchen ein, das bereits kastriert ist. Die Süße hat wahrscheinlich ein Zuhause gehabt. Sie kommt immer öfter und gehört bald zur Stammbesetzung. Wir nennen sie Eo.

Den ganzen Herbst über ähnliche Bilder. Die Streuner kommen uns entgegen und lassen es sich dann schmecken.

Zu den Katzen, die schon länger zur Futterstelle gehören, kommen noch weitere von der Fangstelle Salamino hinzu, darunter Pinguni, unten rechts, vor der Mauer.

Außerdem werden im Laufe des Jahres aus einer kleinen Seitengasse zwei Katzen angelockt, Maria und Sofia, die ich beide schon an einer anderen Fangstelle in der Nähe zum Kastrieren gefangen hatte.

2020 wird weiter gefüttert – meistens ist Lakis dabei.
Manchmal habe ich den Eindruck, die Katzen denken, er würde ihnen das Futter bringen.

Jeden Tag sind es mehr als zehn Katzen.

Die zwei/drei, die hinter dem Tor ihr Futter bekommen, sind nicht zu sehen.

Außerdem fressen jeden Tag mindestens zwei auf der hohen Mauer des Nachbargrundstücks.
Um Wasser müssen wir uns nicht kümmern. Jeden Samstag kommen Irinis Sohn und Neffe. Sie fegen dann auch den Platz und reinigen die Wassernäpfe. An den anderen Tagen werden sie von Themis gefüllt. Er wohnt gegenüber und füttert auch mal im Notfall.

Die Tage im Jahr, an denen wir wegen schlechten Wetters nicht füttern können, sind an fünf Fingern abzuzählen. Die Katzen kennen die Signale: Lakis Pfötchen auf dem Asphalt, meine Schritte, mein Fahrrad oder unser Auto, und schon stellen sie sich ein.
Hier seht Ihr von Januar bis Dezember aus jedem Monat ein Foto:

Wenige besondere Vorkommnisse gibt es 2020. Im Februar sitzt ein Kätzchen auf dem Baum in Themis Garten. Es ist die kleine Fee, um die wir uns kümmern, denn sie wurde höchstwahrscheinlich ausgesetzt und sucht menschliche Nähe.

Am 20. September sehe ich, dass Sofias Hals blutverschmiert ist. Umgehend bringe ich sie in die Klinik. Die Wunde wird vorsorgt und weil sie sehr gut heilt, darf Sofia nach zehn Tagen wieder zurück. Die Wunde verheilt weiterhin gut und bald ist der Schreck vergessen.

2021 gibt es einen besonderen Grund zur Freude, denn die Futterstelle hat drei Patinnen bekommen: Andi, Dorothea und Rosi.
Inzwischen stellen sich diese neun Katzen täglich beim Mäuerchen ein.

Piguni und Eo bekommen oben auf der Mauer des Nachbargrundstücks ihr Futter.

Woods kommt meistens etwas später zur Futterstelle.

Nach und nach haben alle zwölf Stammgäste Namen bekommen.

Maria und Sofia haben sich zwar an ihre neue Futterstelle gewöhnt, schauen aber immer mal wieder hier vorbei.

Schnee und Kälte im Februar überstehen die Katzen gut.

Auch den Frühling über läuft alles prima.
Aber seht, was passiert, wenn wir uns mal verspäten!


Leider gibt es auch etwas sehr Trauriges zu berichten. Mavro Miti wird von einem Auto erfasst und stirbt. Dieses Foto von Ende Mai ist das letzte mit ihm.

Es kommt hin und wieder vor, dass kastrierte Katzen, weil sie sich nicht mehr vermehren können, Futter von Anwohnern bekommen, die vorher keine Katzen in ihrer Nähe duldeten, und dass die Katzen in der Nähe dieser Häuser bleiben – so wie diese beiden, die wir 2018 bei Irini zum Kastrieren gefangen hatten.
An die Futterstellen kommen sie nur noch dann, wenn ihre Familien übers Wochenende oder in den Ferien weggefahren sind.

Einige Wochen lang geht an der Futterstelle alles seinen Gang.

Anfang Oktober wartet Themis schon auf mich. Er hatte ein Katerchen auf der Straße gefunden, wollte es an seinen Garten gewöhnen, aber der Kleine hat keinen Appetit.

Wir nennen ihn Themis. Ich bringe den Kleinen in die Klinik und nehme ihn nach der Behandlung bei uns auf – es sind schon zu viele Kätzchen auf der Straße zwischen Irinis und Themis Haus ums Leben gekommen.

An der Futterstelle ist es den Herbst über unverändert. Die Katzen warten auf uns …

und werden satt.

Wir haben immer unsere Freude an Taiger, der mit schöner Regelmäßigkeit im Stehen frisst, nur Piguni tut es ihm manchmal gleich.
Mitte Dezember sehe ich seine Wunde am Kopf. Es sieht so aus, als würde sie verheilen, aber ich schicke ein Foto an die Tierärztin, die Taiger sicherheitshalber sehen möchte.
Er ist glücklicherweise sehr umgänglich, lässt sich in die Klinik bringen, wo die Wunde problemlos versorgt werden kann. Es ist nichts Schlimmes und heilt gut.


Das letzte Bild der Gruppe zeigt sie Heiligabend. So könnte es bis Jahresende weitergehen …

aber wer sitzt denn da im Garten? Seht Ihr ihn?

Am vorletzten Tag des Jahres stellt sich ein unbekannter Kater ein.

Sollte er bleiben, wissen wir wenigstens gleich, was wir im neuen Jahr zu tun haben.

Anfang Januar 2022 kommt er weiterhin zur Futterstelle und wird allmählich sogar etwas zutraulich.

Aber fangen kann ich ihn noch nicht, denn mit Kälte und Schnee bricht der Winter ein, was Mana …

und Labros ganz und gar nicht gefällt.

Schneefreie Plätzchen zum Füttern gibt es aber immer …

und schon bald schmilzt der Schnee. Anfang Februar bringe ich den roten Kater zum Kastrieren.

Er läuft von Irinis Garten zu Themis rüber und von dort aus weiter. Es kann gut sein, dass auch er eine Familie hat, die über die Weihnachtsferien nicht zuhause war. Eigentlich ein Glück, denn nun kommt er kastriert zurück und wird künftig nicht mehr weit herumstreunern. Sollte seine Familie wieder einmal nicht da sein, weiß er, wo er Futter findet.

Mitte Februar ist Taigers Wunde abgeheilt.

Ihm und den anderen geht’s gut. Sie bekommen ihr Futter auf dem Mäuerchen …

oder auf der hohen Mauer. Hin wieder schaut ein Gast vorbei.

Im April bin ich mit dem Auto auf dem Weg zu einer Fangstelle und sehe vor Irinis Hof, wie ein Glückskätzchen über die Straße huscht und sich unter einem Auto verkriecht. Schnell gestoppt und die Falle aufgestellt.

Die Kleine ist so hungrig, dass ich sie fangen kann.
Und ab geht’s in die Klinik. Sie ist groß genug, um kastriert zu werden.
Nach der Kastration gewöhnen wir das Kätzchen an Spiros Futterstelle im Garten, weil dort die Gefahr, dass sie überfahren wird, nicht so groß ist wie in der Nähe von Irinis Futterstelle.