Fangstelle Georgos

Georgos Fangstelle liegt an dieser Straßenecke etwa 50 m von Fangstelle Sackgasse entfernt. Rechts die schmale Straße rauf und oben rechts herum liegt die Fangstelle Wiese.

An Georgos Fangstelle wird neben den Müllcontainern und in der Ecke bei einem Mauervorsprung vor seinem Haus gefüttert.

Ende August 2014 fangen wir hier neun Katzen, darunter diese beiden Glückskätzchen.

Eine der beiden sitzt schon bald wieder mit ihren Kitten im Vorgarten.

Diese vier Weibchen gehören auch dazu.

Mit der Schildpattkatze unten hat es eine ganz besondere Bewandtnis, zu lesen unter Lilly, Molly, Nelly und Tychi.

Die beiden weißroten sind zwei von vier Brüdern.

Ihr dritter Bruder, unten rechtes Bild, wurde bereits im Mai an Fangstelle Wiese gefangen. Es gibt noch einen vierten Bruder, den Eleni sterbenskrank gefunden und gesund gepflegt hat.

Der vierte Bruder ist der rotweiße Konservas. Da er chronisch krank ist und nur bestimmtes Futter verträgt, hat Eleni ihn bei sich aufgenommen, genauso wie Kroketas, einen grauen Tiger, der mit einem verletzten Bein und auch sonst in schlimmem Zustand gefunden wurde.

Die vier Brüder sind etwas älter als ein Jahr. Es kommt sehr selten vor, dass von einem Wurf vier Kätzchen überleben. Die meisten schaffen das erste halbe Jahr nicht.

Am 11. 11. 2014 sitzt ein kleines Kätzchen mitten auf der Straße. Eleni setzt es in den Garten zu vielen anderen Katzen jeden Alters, aber es läuft hinter Eleni her. Nach dem dritten Versuch gibt Eleni auf und nimmt den kleinen Wicht mit. Wie es mit ihm weitergeht ist hier zu lesen: Drei kleine Musketiere.

Anfang November fangen wir zwei Kater.
Als der eine freigelassen wird, fressen die Katzen auf der Straßenseite gegenüber in aller Seelenruhe weiter.

Der andere kommt am Abend zurück.

Dieses Foto erinnert an eine sehr traurige Geschichte. Man sieht im Vordergrund eine Box. Mit ihr, mit der Falle, mit Hilfe von Reinhard oder Anwohnern, zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten hatten wir mehrere Tage lang versucht, ein krankes Kätzchen zu fangen. Es ist uns nicht gelungen und schließlich haben wir es nicht wiedergesehen.
Wieder einmal eine Bestätigung dafür, dass die Kastration die beste Lösung ist, das Elend einzudämmen.

An Georgos Futterstelle gibt es ungewöhnlich viele weibliche Katzen und noch ein paar Katzenkinder.

Darum geht es im  März 2015 weiter.
Wir fangen zwei Schwestern, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen.

Die zweite wird neugierig beäugt, als sie zurückkommt.

Damit die Katzen die Scheu verlieren, füttern wir oftmals um die Falle herum und in der Falle, wobei die Tür festgestellt ist. Die Katzen können nach Belieben rein- und rausgehen.

Es ist immer wieder eine Freude, wenn es den bereits kastrierten Katzen gut geht.
Die Schildpattkatze und die Glückskatze wurden zusammen mit sieben anderen Ende August 2014 kastriert.

Die Glückskatze war zu der Zeit abgemagert und hatte entzündete Augen.

Das Füttern in der Falle hat sich gelohnt und wir fangen Mitte März einen schwarzen Kater, eine Glückskatze und eine Katze mit langem Fell.

Als sie davonrennt, nimmt sogar die Taube Reißaus.

Ups, da habe ich wohl zwei Kätzchen gestört.
Keine Sorge, euch will ich gar nicht, Ihr seid schon kastriert.

Wir kommen an Georgos Futterstelle gut voran und die meisten Katzen sind kastriert.

Mitte August bringen wir den sehr zutraulichen Piratis zum Tierarzt. Es ist der graugetigerte mit weiß, der vor der Box geht. Eleni wird ihn gleich einpacken. Wenn Piratis kastriert wird, soll auch sein linkes Auge operiert werden, damit es sich nicht immer wieder entzündet.

Diese zwei Hübschen sind Kroketti, eine junge zugelaufene Katze, und Knickschwänzchen, die an der Futterstelle geboren wurde; sie werden erst einmal geimpft.

Zur Kastration fangen wir diese beiden Kater. Als sie zurückkommen hat es nur einer eilig wegzukommen.

Piratis, der inzwischen die Augenoperation gut überstanden hat, ist immer an der Futterstelle, wenn etwas los ist.

Am 25. August wird das Glückskätzchen Anni kastriert. Nach zwei Tagen kommt Anni zurück, bleibt aber nicht lange an der Futterstelle, denn sie bekommt eine schlimme Erkältung.

Da Anni mit Menschen sehr vertraut ist, holen wir sie zu uns in Pflege.

Wie es der Zufall manchmal so will, bleibt Anni nicht lange allein. Auf der Grabung in Olympia ist ein Kätzchen zugelaufen, ein Mitarbeiter verliebt sich in die Kleine und möchte sie mit nach Deutschland nehmen.
Die kleine Nuri kommt zu uns, bis sie reisen darf.

Anni und Nuri verstehen sich von Anfang an prächtig, und als ich Fotos der beiden in Nuris neues Zuhause schicke, finden sie dort, dass es doch schön wäre, wenn Nuri mit ihrer Freundin bei ihnen einziehen könnte.
Wie wunderbar für die beiden!

Im Dezember brechen Anni und Nuri endlich nach Wiesbaden auf, wo sie schon sehnlichst erwartet werden. Es hatte sich hingezögert, weil Nuri wegen einer Infektion nicht früher geimpft werden konnte.

Wir haben uns sehr über das erste Bild aus dem neuen Zuhause gefreut.
Gut, bei all dem Ungewohnten eine Freundin bei sich zu haben.
Alles Liebe Ihr Hübschen!

Mit Anni wurde Knickschwänzchen kastriert. Sie möchte mit Menschen zwar nichts zu tun haben, hat es aber nicht besonders eilig und lässt es sich erst einmal schmecken.

Als Knickschwänzchen zurückkommt, sitzt hinten im Gebüsch Mio, Annis Schwester. Mio hat eine Schniefnase und wird zum Tierarzt gebracht.

Zunächst geht es Mio besser und sie frisst wieder mit den anderen.

Ende August fangen wir zwei Kater zum Kastrieren.

Leider klappt nicht alles so, wie wir es uns wünschen. Dieser Kater kommt hin und wieder zur Futterstelle. Er hat eine Schwanzverletzung und müsste dringend tierärztlich versorgt werden, lässt sich aber nicht fangen.

Er hält sich immer im Hintergrund und verschwindet sofort im Gebüsch, wenn ihm etwas nicht ganz geheuer vorkommt.

Diesem Kätzchen, das sein Fell nicht mehr pflegen kann, können wir zum Glück helfen. Wenn ihm erst die schlimmen Zähne gezogen sind, wird es ihm wieder besser gehen.

Dann braucht Mio unsere Hilfe. Als ihre Erkältung wieder schlimmer wird, kommt auch sie zu uns in Pflege.

Mio fühlt sich gleich wohl in der Pflegestelle, wird schnell gesund und kann vom Spielen nicht genug bekommen.

Wieder einmal geht’s zum Tierarzt.
Diesmal ist es schon das letzte Mal vor der langen Reise – es wird nicht ihre letzte sein und auch nicht die längste.

Ende Oktober zieht Mio, die jetzt Mocha heißt, nach Essen zu einer Familie mit drei Kindern.
Im November erhalten wir das erste Foto.

Ein knappes Jahr später zieht die Familie nach Amerika und nimmt Mocha mit. Den Flug hat Mocha gut überstanden, hat mit den Kindern gespielt und die meiste Zeit auf dem Schoß der Mutter geschlafen.
In Amerika hat Mocha nach einiger Zeit Freigang und eine Gefährtin bekommen.
Wir wünschen allen Zwei- und Vierbeinern viel Glück!

Aber nun wieder zurück zu Georgos Futterstelle.
Mitte September muss Piratis zur Nachkontrolle …

alles okay!

An Georgos Futterstelle …

sind fast alle Streuner kastriert …

und es geht ihnen gut.

Im Oktober ist es für diese beiden jungen Katzendamen soweit: Kroketti, die zugelaufene graue Tigerin, und Kylie, die sich mit Georgos Hund angefreundet hat.

Danach sind an Georgos Futterstelle alle Katzen und Kater kastriert.

Erst im April 2017 gibt es wieder Neuigkeiten von der Futterstelle. Eine trächtige Katze war zugewandert und hatte im Keller zwei Junge geworfen; eins starb nach wenigen Tagen; das andere, hat die Augen entzündet …

und wir bringen sie mit ihrer Mutter in die Klinik.

Später hole ich die kleine Familie zu uns.

Aber wer ist denn der dritte im Bunde?
Es ist Fundkaterchen Olef, den Lucita wie ihr eigenes Junges angenommen hatte.

Adina, die Katzenmama, kümmert sich rührend um Olef und ihr kleines Mädchen und hat nichts dagegen, wenn ich Lucita nehme, um die Augen zu behandeln. Leider wird Lucita blind bleiben, aber wir werden später ein schönes Zuhause für sie und ihren Adoptivbruder Olef suchen.
Als Lucita sieben Wochen alt ist, wird Adina immer unruhiger und fühlt sich nicht mehr wohl im Haus. Um ihr weiteren Stress zu ersparen, wird sie kastriert und wieder freigelassen.

Im Sommer sind plötzlich drei junge Katzen an der Futterstelle. Vielleicht wurden sie, wie es oft geschieht, irgendwo gefunden und ausgesetzt, wo regelmäßig gefüttert wird.
Hier stehen sie vor der Klinik und werden gleich kastriert, zusammen mit einem weißroten sehr lieben Kater der Futterstelle (linkes Bild).

Bald nach der Kastration schmeckt es den drei Kätzchen schon wieder an der Futterstelle. Die beiden Glückskatzen nimmt Georgos später mit in sein Dorf im Norden von Athen.

Der Kater bleibt an der Futterstelle. Wir nennen ihn Chilias, weil er die 1000. Kastration unseres Projektes war.

An der Futterstelle werden im September bzw. Oktober noch eine Katze und ein Kater kastriert.

Ansonsten ist es den Rest des Jahres ruhig.

Im Februar 2018 geht’s weiter, es wird eine junge Glückskatze kastriert.

Tartarouga, ihre Wurfschwester, ist sehr scheu und schwer zu fangen.
Als sie endlich doch in die Falle geht, hatte ich die Tür nicht richtig in die Führung gesteckt und Tartarouga entkam.
Es soll zwei Jahre und neun Monate dauern, bis ich sie endlich fangen kann.

Von Dora erfahre ich, dass die beiden im Frühjahr 2017 geboren wurden und Kinder einer schwarzweißen Katze sind, die nur kurz zum Fressen kommt und gleich wieder verschwindet. Kitty nennt sie Papillon und weiß, dass diese sehr sehr scheue Katze nur einmal im Jahr Junge wirft.
Ich sehe Papillon Ende Juni 2019 zum ersten Mal.
Aber der Reihe nach.

Im März werden fünf Kater kastriert, diese vier …

und einer, der zunächst nicht in die Falle will, sich dann aber doch fangen lässt und nach seiner Kastration so zutraulich wird, dass Nanzi ihn mit ins Haus nimmt.

Ende März muss Chilias in die Klinik, weil er nicht mehr gut fressen kann. Die Tierärzte meinen, dass er einem Streunerleben, wenn die Nächte feuchter und kühler werden, nicht mehr gewachsen sein wird.
Also nehmen wir den lieben Kerl in Pflege und suchen später ein Zuhause für ihn.

Wieder einmal liegen Freud und Leid sehr nah beieinander.
An dem Tag, an dem Chilias mit der Hoffnung auf einen stabilen Gesundheitszustand bei uns einzieht, bringe ich den alten Kater George wegen einer starken Erkältung in die Klinik. Leider kommt für George jede Hilfe zu spät. Sein Zustand verschlimmert sich schnell und es geht ihm bald so schlecht, dass die Tierärzte George nur noch vor längerem Leid bewahren können.

Im Oktober geht es mit sechs Kastrationen weiter.
Diese beiden Mädchen, Papillons Töchter, sind sehr scheu und wurden einige Tage an die Falle gewöhnt …

bis sie – wie ihr Wurfbruder, der meistens bei Miky zu finden ist – endlich kastriert werden können.

Im Sommer wurden wieder drei junge Katzen an der Futterstelle ausgesetzt.

Sie sind sehr zutraulich und es ist einfach, alle drei zusammen im Oktober zur Kastration zu bringen. Hier schlafen sie gerade ihre Narkose aus.

Auch sie überstehen alles gut, werden nach zwei Tagen wieder an der Futterstelle freigelassen …

wo sie bleiben und sich mit den anderen Katzen gut vertragen.
Das kleine Glückskätzchen war nur einen Tag an der Futterstelle. Wie so oft wir wissen nicht, woher es kam und wohin es ging.

An der Futterstelle läuft alles seinen gewohnten Gang. Alle Katzen, bis auf Papillon und ihre Tochter Tartarouga, sind kastriert, es geht ihnen gut.
Nur etwas gibt es noch zu berichten: Kurz von Weihnachten erscheint in der Nähe der Futterstelle bei Mardzi eine sehr liebe junge Katze, die wir umgehend zum Kastrieren bringen.

Nach der Kastration holen wir die kleine Holy zu uns, um ein neues Zuhause für sie zu suchen.

In der ersten Jahreshälfte 2019 gibt es keine besonderen Vorkommnisse. Die Katzen werden täglich morgens und/oder abends in den Vorgärten der umliegenden Häuser und an der Futterstelle gefüttert.
Von uns gibt es täglich eine kleine Zwischenmahlzeit, wenn ich mit Lakis die Nachmittagsrunde gehe, damit ich den Überblick behalte.

Im Juli werden vier Katzenbabys, die Tartaouga in einem Garten geworfen hatte, in einem Karton auf die Straße gestellt. Wie es mit ihnen weitergeht, steht hier: Vier Katzenkinder im Karton.

Vier Kätzchen hatten Glück im Unglück. Leider trifft das auf diese drei nicht zu.

Wieder wissen wir nicht, woher sie kamen. Mit den anderen Streunern an der Futterstelle kommen sie gut zurecht, aber sie sollen kein langes Leben an der Futterstelle haben, im Laufe des Jahres fällt eins nach dem anderen dem Verkehr zum Opfer.


Von diesen drei Kätzchen wissen wir, woher sie kommen. Sie stammen von der Katze, die sich überhaupt nicht fangen lässt.

Und endlich sehe ich sie zum ersten Mal: Papillon.