Elfi und Fondi

Elfi, benannt nach Elvira, der Patin ihrer Futterstelle, ist eine der Katzen der Futterstelle am LKW und wurde dort im November 2013 zur Kastration gefangen.
Hier sieht man Elfi im Sommer 2014 mit ihren jüngeren Geschwistern.
Alle drei kommen regelmäßig zur Futterstelle.

Mitte Dezember 2014 sehe ich auf Elfis Rücken am Schwanzansatz kleine rote Stellen. Zunächst denke ich, dass sie gebissen wurde, bis ich überall auf dem Rücken Stellen entdecke. Zum Glück lässt sich Elfi in einen Umsetzkorb stecken, sodass ich sie zum Tierarzt bringen kann.

Elfi bleibt so lange in der Klinik, bis sich die offenen Stellen geschlossen haben. Da sie von einer Allergie herrühren können, bringen wir Elfi nicht an die Futterstelle zurück, sondern nehmen sie bei uns auf, um zu sehen, ob sie sich an ein Leben im Haus gewöhnen kann.
Zunächst kommt sie in einen Käfig mit angeschlossener Falle, damit wir sie problemlos versorgen können.

Wider Erwarten ist Elfi von Anfang an zutraulich.

Sie frisst mit Appetit und ihre Haut heilt gut.

 

Fondi

Ende Dezember 2014 sieht Henny an ihrer Futterstelle AB einen Kater, der sein rechtes Vorderbein nicht aufsetzt. Wir fangen ihn und bringen ihn zum Tierarzt, der auch nach gründlicher Untersuchung nicht feststellen kann, was Fondi hat.

Als ich Anfang Januar mit Elfi zur Nachuntersuchung muss, nehme ich Fondi mit nach Hause, denn mit dem schlimmen Bein können wir ihn nicht wieder an die Futterstelle zurückbringen.

Elfi beäugt den neuen Mitbewohner skeptisch. Sie ahnt nicht, dass er bald ihr bester Freund werden wird.

Fondi fühlt sich sofort wohl, er ist sehr lieb und anhänglich, er frisst gut, lässt aber nach wie vor sein Beinchen hängen.

Zehn Tage ist Fondi bei uns, da entdecke ich plötzlich eine dicke Stelle an seinem Bein mit kleinen roten Flecken.

Als ich kurze Zeit später mit ihm zum Tierarzt will, haben sich zwei kleine Stellen geöffnet und Wundwasser tritt aus. Der Tierarzt öffnet die Wunde, reinigt sie gründlich und Fondi muss in der Klinik bleiben.
Wir vermuten, dass Fondi etwa drei Wochen vorher gebissen wurde, dass sich die Bisswunden schnell geschlossen haben, sodass der Tierarzt selbst nach der Rasur des Beines nichts erkennen konnte, und es innerlich zu einer Infektion kam, die ganz allmählich schlimmer wurde.

Nach zwei Wochen kommt Fondi wieder zu uns.

Alles ist gut verheilt, aber Fondi benutzt sein Bein nicht.

Das muss er langsam wieder lernen und am besten geht es beim Spielen.

Da wir inzwischen die drei kleinen Musketiere aufgenommen haben …

ziehen Elfi und Fondi in anderes Zimmer um.

Während Elfi in der neuen Umgebung zunächst wieder scheu ist und ihr Bettchen im sicheren Käfig nicht verlässt …

lässt sich Fondi gleich am ersten Tag herauslocken und zum Spielen verführen, wobei wir immer versuchen, dass er auch sein rechtes Bein benutzt. Am Kratzbäumchen klappt es schon.

Na was ist Elfi, willst du nicht auch mal herauskommen?

Aber Elfi denkt noch nicht daran.
Darum lassen wir ihren Käfig stehen, als Fondis längst überflüssig geworden ist. Gegen einen Besuch von Aslan hat Elfi nichts einzuwenden.

Auch Fondi versteht sich mit Aslan und spielt mit ihm.

Wie groß aber ist erst unsere Freude, als Fondi nach eineinhalb Monaten anfängt …

sein rechtes Bein zu benutzen.

Inzwischen braucht auch Elfi keinen Käfig mehr, aber sie liebt immer noch geschützte Plätzchen …

und sie fühlt sich am sichersten …

wenn ihr geliebter Fondi in ihrer Nähe ist.

Die süße scheue Elfi …

und der selbstbewusste Fondi …

sie passen so gut zusammen.

Mitte April geht’s zum Tierarzt, der sehr zufrieden mit den beiden ist.

Elfi wird zutraulicher und Fondi streckt sein Bein immer häufiger.

Nun wird es Zeit, dass die beiden ihr Zimmer verlassen und die anderen Tiere der Pflegestelle kennenlernen.

Fondi …

fühlt sich überall wohl.

Elfi hingegen sucht oft seine Nähe.

Wer guckt denn da aus der Kiste?

Das ist die kleine Diamanti, aber die bekommt später ihre eigene Geschichte.

Fondi und Elfi sind nun schon ein halbes Jahr bei uns.

Fondis Bein ist okay.

Beide fühlen sich drinnen wohl.

Wie es sich für junge Katzen gehört, wird auch gebalgt …

aber uns ist klar geworden, dass man diese zwei nicht trennen darf.

Elfi und Fondi haben tatsächlich das große Glük, dass sie Ende Juli 2015 gemeinsam in ein neues Zuhause einziehen dürfen, und es heißt wieder einmal Abschied nehmen von zwei Vierbeinern, die uns sehr ans Herz gewachsen sind.

Seit einigen Tagen steht die Box bereit, damit sich Elfi und Fondi daran gewöhnen. Aslan muss natürlich Probe liegen.

Manos kommt zum Spielen, damit die Reisenden ordentlich müde werden und auf dem Flug schlafen.

Und dann geht es los.

Alles Liebe für euch zwei!

Am 10. Juli 2016 erhalten wir Nachrichten und viele Bilder aus Elfis und Fondis neuem Zuhause:
Es ist schon Wahnsinn wie die Zeit vergeht, Elfi und Fondi sind grade mal ein Jahr bei uns und es kommt uns so vor, als ob sie schon immer zu unserem Leben gehört hätten. Wir können uns noch gut daran erinnern, wie sie schüchtern und ängstlich aus ihrer Transportbox geschaut haben, unsicher wo sie nun leben sollen. Die ersten Tage hat man sie kaum wahrgenommen, sie haben sich nur versteckt und selten gezeigt.
Aber das Eis brach bei Fondi schnell.
Das einzige Zeichen, dass sie sich doch bewegt haben, waren die Spuren ihrer nächtlichen Erkundungen: Weiße Tapsen auf der schwarzen Küchenzeile haben schnell gezeigt, dass sie ihre neue Heimat unter die Lupe nehmen. Als sie sich etwas mit ihrer neuen Umgebung vertraut gemacht hatten, war es Fondi, der Spaß an Spiel und Schmusen fand. Auch wenn er noch schnell zu verschrecken war, war er stets in unserer Nähe. Elfi beobachtete das Ganze stets aus einer sicheren Entfernung.
Sie traute sich nur nachts unter dem Sofa oder der Küchenzeile hervor. Einsam war sie aber nie, ein kleines “Miau” und Fondi eilte schnell zu ihr hin um sich zu ihr zu legen.
Nach einigen Monaten wurde es kalt in Deutschland, der Winter kam und mit ihm die für beide wohl ungewohnte Kälte. Schnell fanden beide heraus, dass die Heizungen eine wohlige Wärme brachten. Hier brach nun auch für Elfi das Eis, sie genoss die Wärme der Heizung und ließ sich oftmals auch streicheln. Als Weihnachten vor der Tür stand, fanden sie großes Interesse am Weihnachtsbaum. Diesen hatten wir sicherheitshalber nur mit Holzschmuck geschmückt, was sich auch als richtig herausstellte. Auch wenn sie tagsüber den Baum nur neugierig betrachteten, kletterten sie nachts teilweise bis in die Spitze und spielten mit seiner Dekoration.
Am Heiligen Abend trafen sie auch zum ersten Mal auf unsere ganze Familie. Neben etlichen Leckerchen wurden beide auch reich beschenkt. Fondi störten die Menschen kaum, er rannte verspielt durch die Wohnung, genoss es im Mittelpunkt zu stehen und von allen Seiten gekrault zu werden. Das aber schönste Weihnachtsgeschenk machte uns die bis dahin scheue Elfi: Als wir uns am Mittag vor dem Heiligen Abend auf der Couch ausruhten, gesellte sie sich von alleine zu uns und nahm zwischen uns Platz. Seitdem werden beide immer zutraulicher, sie begüßen uns morgens nach dem Aufstehen, schmusen sich abends bei uns an. Sie sind ein ganz, ganz wichtiger Teil unseres Lebens geworden und wir könnten uns nichts mehr ohne sie vorstellen. Beide sind unendlich dankbar und zeigen uns dieses jeden Tag aufs Neue.

Liebe Grüße
Julia und Simon
Elfi und Fondi

Wir haben nun viele viele Bilder durchsucht und eine kleine Auswahl getroffen. 🙂