Elenis Futterstelle

Im September 2015 nehmen wir Elenis Futterstelle als zehnte und letzte Futterstelle in unser Projekt auf. Eleni kümmert sich vorbildlich um ihre Streuner, die sie im Garten und auf dem Parkplatz ihres Wohnhauses füttert.

Als Eleni Hilfe für ihr krankes Streunerchen Simba suchte, lernten wir uns kennen.

Damit sich keiner Sorgen macht, sei schnell vorweggenommen:
Simba kam nach dem Klinikaufenthalt in unsere Pflegestelle, wo er sich bald erholte.
Schon nach wenigen Wochen fand er ein schönes Zuhause, in dem er sich zu einem Prachtkerl entwickelte.

Dieses Foto erreichte uns Weihnachten 2017.

Aber nun weiter zu Eleni und ihrer Futterstelle.
Als Eleni hörte, dass wir die Betreuer von Futterstellen dabei unterstützen, ihre Streuner zur Kastration zu fangen, war sie sofort begeistert.

Da Eleni nicht nur Futter bereitstellt, sondern eine Weile bei ihren Streunern bleibt, während sie fressen, haben diese vor Menschen keine allzugroße Scheu, und so können wir noch im September sieben Katzen …

und neun Kater fangen.

Schnell waren die ersten Streuner an Elenis Futterstelle kastriert.
Aber nicht nur die Kastration, sondern auch die Gesundheit ihrer Streuner liegt Eleni sehr am Herzen.
Ende September kommt die kleine Simadi mit einer Wunde in die Klinik, wo sie fast drei Wochen bleibt.

Im Oktober fangen wir einen Kater und zwei Katzen, die nach ihrer Kastration schnell das Weite suchen.

Eines Abends geht es zu Elenis Freunden, deren Streuner bis auf eine schwer zu fangende Katze schon kastriert sind. Wir fangen die Katze; zwei Tage später ist sie wieder frei.

Zu Elenis Futterstelle kommt eine sehr scheue Katze, die wir noch nicht fangen konnten, weil sie auf einem verlassenen Grundstück wohnt, zu dem wir keinen Zutritt haben. Eines Tages erscheint sie mit ihren Jungen.

Zwei Katerchen gehören noch dazu, ein roter und ein rotweißer. Dem roten geht es sehr schlecht. Zum Glück gelingt es Eleni, ihn zu fangen, wir fahren mit ihm zum Tierarzt und nehmen ihn zur Therapie auf.

Wir nennen ihn Willi. Welch großes Glück Willi später hat, ist hier zu sehen.
Den rotweißen nennen wir Willi Brother. Ihn wird Eleni zwei Jahre später bei sich aufnehmen.

Ende Oktober macht Butter, der erste Kater, den wir zum Kastrieren gebracht hatten, Eleni Sorgen, weil er nicht mehr gut frisst. In der Klinik wird ihm ein schlechter Zahn gezogen und es geht Butter wieder besser.

Im November fangen wir zwei Katzen und drei Kater.

Butter darf nicht fehlen, wenn an der Futterstelle etwas los ist.

Dabei war er kurz zuvor erst aus der Klinik zurückgekommen, diesmal wurde eine Bisswunde gereinigt.

Anfang Dezember kommen zwei Katzen von der Kastration zurück, und Butter ist wieder dabei. Seine Wunde ist prima verheilt.

Die drei jüngsten Kätzchen der Futterstelle, Willis Wurfgeschwister, sind nun auch schon ein halbes Jahr alt.
Zuerst fangen wir seine Schwester und einen Bruder, der so schnell wegrennt, dass ich mit der Kamera nicht hinterherkomme – und wieder einmal ist ein Bild verwackelt.

Willi Brother beobachtet die Rückkehr seiner Geschwister aus einem Versteck. Ihn zu fangen bedarf es einiger Vorbereitung. Er wird ein paar Tage neben und in der Falle gefüttert, und endlich hat auch er es überstanden.

Und was macht Willi, der Bruder der drei?
Der hat sich inzwischen in seiner Pflegestelle zu einem kleinen Rabauken entwickelt. Seine Sehfähigkeit ist zwar sehr stark eingeschränkt, aber das tut seiner Fröhlichkeit keinen Abbruch.

An Elenis Futterstelle geht es mit den Kastrationen weiter.
Wie Willi Brother, müssen auch andere Katzen an die Falle gewöhnt werden. Eine weiße ist so scheu, dass wir sie nur vom Balkon aus beobachten können.

Aber eines Abends ist auch sie gefangen, und ab geht’s mit einer anderen Katze zum Tierarzt, der den Eingriff gleich vornimmt, und das Schlimmste ist überstanden.

Wo war eigentlich Butter, der doch sonst bei keiner Fangaktion fehlt?
Diese hatte er tatsächlich verpennt.

Am übernächsten Tag kommen die beiden Katzen zurück.

Eleni setzt sich nicht nur an ihrer Futterstelle für die Kastration ein. Hier  kommt sie mit dem kastrierten Kater einer Freundin vom Tierarzt zurück.

Aber auch an ihrer Futterstelle sind noch nicht alle Streuner kastriert.
Diese Katze war schwierig zu fangen, weil sie nicht regelmäßig an der Futterstelle erscheint.

Als die letzten beiden Kater für dieses Jahr zurückkommen, ist Butter wieder dabei.

Für eine Weile kehrt Ruhe an der Futtestelle ein.

Es gibt immer genug Futter, die Winterquartiere sind eingerichtet.

Simadi geht es gut, aber wir müssen uns um eine andere Katze kümmern.

Snowball war die vierte Katze, die hier kastriert wurde. Eleni vermutet, dass sie an der Futterstelle ausgesetzt wurde. Nachdem die Schönheit immer zutraulicher wird, fällt Eleni auf, dass Snowball kaum hören kann.
In der Klinik wird dieser Verdacht bestätigt.
Mit diesem Handycap soll Snowball nicht länger draußen leben und kommt in unsere Pflegestelle.
Später findet sie ein Zuhause bei einem netten Menschen und einer sehr lieben, ruhigen Katze.

Die Wintermonate sind auch in Griechenland eine harte Zeit für Streuner. Vor allem die feuchten kühlen Nächte machen all denen zu schaffen, die anfällig für Atemwegsinfektionen sind.
Diesem Kater – wir werden ihn später Pavarotti nennen – kann zum Glück geholfen werden.
Anfang Januar 2016 erscheint er in Elenis Nachbarschaft und wir bringen ihn in die Klinik, wo er schnell gesund wird.

Dieser schwarze Kater von Elenis Futterstelle bleibt nach seiner Kastration so lange in der Klinik, bis sein Schnupfen behandelt ist.

Auch sie muss wegen einer Erkältung in der Klinik ausharren.

Mitte Januar erscheint ein weißer Kater mit einem schlimmen Auge bei Eleni. Er wird operiert, muss vier Wochen in der Klinik bleiben, aber dann ist alles überstanden.
Keine Frage, wer es sich auf dem letzten Bild bequem macht.

Im Februar kommt ein Kater, von dem wir vermuten, dass er aus einem Zuhause stammt. Weil er einen Schnupfen hat, bleibt Adonis zur Behandlung in der Klinik und kommt danach in unsere Pflegestelle. So ruhig und lieb wie er ist, wäre er einem Streunerleben nicht gewachsen.

Adonis ist ein Schmusekater und findet bald ein neues Zuhause bei einer Nachbarin. Wir wünschen viel Glück!

Ende Februar sieht Eleni eine verletzte Katze. Wir können sie fangen und zum Tierarzt bringen, aber leider kommt jede Hilfe zu spät.

Butter: das Empfangskomitee für kastrierte Kater und Katzen.
Dieser rote Kater ist noch nicht lange an Elenis Futterstelle, aber es hat den Anschein, als würde er bleiben.

Im März werden drei Kater von Elenis Futterstelle und eine weiße Katze aus der Nachbarschaft kastriert.

 

Den kennen wir doch schon. Pavarotti muss wegen einer tiefen Wunde wieder in die Klinik.

Noch ein Sorgenkind ist Okay. Er hat immer wieder Probleme mit der Haut.
Wir vermuten, dass sein Schlafplatz voller Ungeziefer ist, kommen aber nicht an ihn heran. Außerdem wird er vor einem Supermarkt mit allem Möglichen gefüttert.

Mehrere Male in monatlichen Abständen fährt Eleni mit Okay zum Tierarzt; es tritt aber keine deutliche Besserung ein.
Da Okay ein sehr menschenbezogener Einzelgänger ist, holt Eleni ihn schließlich in ihre Pflegestelle, wo es sich Okay sofort behaglich macht und eine deutliche Besserung seiner Pobleme eintritt. Wir beschließen, ein passendes Zuhause für ihn zu suchen.

Etwa ein Jahr später zieht Okay um. Seinen Namen hat Okay, weil er hinter einem Okay-Supermarkt sein Zuhause hatte. Sein neuer ‘Papa’ nennt ihn Netto. Die beiden ruhigen Herren kommen super zusammen zurecht. Und Netto fühlt sich auch in seinem neuen Zuhause schnell sehr wohl.

Weiter geht es an Elenis Futterstelle.
Der rote Kater ist tatsächlich an der Futterstelle geblieben, muss wegen einer Erkältung in die Klinik, erholt sich gut und tollt bald wieder herum.

Gefangen werden noch eine Katze im April und ein Kater im Mai.

Pavarottis tiefe Wunde schließt sich langsam.
Er ist so ein lieber Kerl und ein richtiger Sonnenschein in der Klinik, dass unsere Tierärzte ihn am liebsten behalten würden, weil er sie immer wieder mit seinem Gesang erfreut.

Da Pavarotti anfällig für Erkältungen zu sein scheint, und weil wir Angst haben, dass er wieder verletzt wird, soll er nicht auf die Straße zurück, sondern kommt zu uns in Pflege.

Ein Wohnungsleben scheint ihm zu gefallen und Pavarotti singt weiter. Bald findet er ein Zuhause, in das er zusammen mit Marvin, den er bei uns kennengelernt hatte, einziehen darf.
Kaum dort angekommen, machen sich beide übers Futter her. Macht’s gut Ihr beiden!

An Elenis Futterstelle geht’s weiter. Ihre Stammgäste sind kastriert, aber es schauen immer mal wieder Katzen vorbei, so wie diese beiden Kater, die wir im Juni fangen. Einen Tag später laufen sie schon wieder in ihre Freiheit.

Es gibt auch wieder einen verwundeten Kater. Pligus erscheint eines Tages mit einer Bisswunde in Elenis Nachbarschaft, und zwar dort, wo wir auch Pavarotti zum ersten Mal gesehen hatten.
Pligus ist sehr zutraulich und wir bringen ihn umgehend zum Tierarzt.