Elenis Futterstelle

Im September 2015 nehmen wir Elenis Futterstelle in unser Projekt auf. Eleni kümmert sich vorbildlich um ihre über 50 Streuner, die sie im Garten sowie auf dem Parkplatz ihres Wohnhauses und in der näheren Umgebung füttert.

Als Eleni Hilfe für ihr krankes Streunerchen Simba sucht, lernen wir uns kennen.

Damit sich keiner Sorgen macht, sei schnell vorweggenommen:
Simba kam nach dem Klinikaufenthalt in unsere Pflegestelle, wo er sich bald erholte.
Schon nach wenigen Wochen fand er ein schönes Zuhause, in dem er sich zu einem Prachtkerl entwickelte.

Dieses Foto erreichte uns Weihnachten 2017.

 

Aber nun weiter zu Eleni und ihrer Futterstelle.
Als Eleni hörte, dass wir die Betreuer von Futterstellen dabei unterstützen, ihre Streuner zur Kastration zu fangen, war sie sofort begeistert.

Da Eleni nicht nur Futter bereitstellt, sondern eine Weile bei ihren Streunern bleibt, während sie fressen, haben diese vor Menschen keine allzugroße Scheu, und so können wir noch im September sieben Katzen …

und neun Kater fangen.

Schnell waren die ersten Streuner an Elenis Futterstelle kastriert.
Aber nicht nur die Kastration, sondern auch die Gesundheit ihrer Streuner liegt Eleni sehr am Herzen.
Ende September kommt die kleine Simadi mit einer Wunde in die Klinik, wo sie fast drei Wochen bleibt.

Im Oktober fangen wir einen Kater und zwei Katzen, die nach ihrer Kastration schnell das Weite suchen.

Eines Abends geht es zu Elenis Freunden, deren Streuner bis auf eine schwer zu fangende Katze schon kastriert sind. Wir fangen die Katze; zwei Tage später ist sie wieder frei.

Zu Elenis Futterstelle kommt eine sehr scheue Katze, die wir noch nicht fangen konnten, weil sie auf einem verlassenen Grundstück wohnt, zu dem wir keinen Zutritt haben. Eines Tages erscheint sie mit ihren Jungen.

Zwei Katerchen gehören noch dazu, ein roter und ein rotweißer. Dem roten geht es sehr schlecht. Zum Glück gelingt es Eleni, ihn zu fangen, wir fahren mit ihm zum Tierarzt und nehmen ihn zur Therapie auf.

Wir nennen ihn Willi. Welch großes Glück Willi später hat, ist hier zu sehen.
Den rotweißen nennen wir Willi Brother. Ihn wird Eleni zwei Jahre später bei sich aufnehmen.

Ende Oktober macht Butter, der erste Kater, den wir zum Kastrieren gebracht hatten, Eleni Sorgen, weil er nicht mehr gut frisst. In der Klinik wird ihm ein schlechter Zahn gezogen und es geht Butter wieder besser.

Im November fangen wir zwei Katzen und drei Kater.

Butter darf nicht fehlen, wenn an der Futterstelle etwas los ist.

Dabei war er kurz zuvor erst aus der Klinik zurückgekommen, diesmal wurde eine Bisswunde gereinigt.

Anfang Dezember kommen zwei Katzen von der Kastration zurück, und Butter ist wieder dabei. Seine Wunde ist prima verheilt.

Die drei jüngsten Kätzchen der Futterstelle, Willis Wurfgeschwister, sind nun auch schon ein halbes Jahr alt.
Zuerst fangen wir seine Schwester und einen Bruder, der so schnell wegrennt, dass ich mit der Kamera nicht hinterherkomme – und wieder einmal ist ein Bild verwackelt.

Willi Brother beobachtet die Rückkehr seiner Geschwister aus einem Versteck. Ihn zu fangen bedarf es einiger Vorbereitung. Er wird ein paar Tage neben und in der Falle gefüttert, und endlich hat auch er es überstanden.

Und was macht Willi, der Bruder der drei?
Der hat sich inzwischen in seiner Pflegestelle zu einem kleinen Rabauken entwickelt. Seine Sehfähigkeit ist zwar sehr stark eingeschränkt, aber das tut seiner Fröhlichkeit keinen Abbruch.

 

 

An Elenis Futterstelle geht es mit den Kastrationen weiter.
Wie Willi Brother, müssen auch andere Katzen an die Falle gewöhnt werden. Eine weiße ist so scheu, dass wir sie nur vom Balkon aus beobachten können.

Aber eines Abends ist auch sie gefangen, und ab geht’s zusammen mit einer anderen Katze zum Tierarzt, der den Eingriff gleich vornimmt, und das Schlimmste ist überstanden.

Wo war eigentlich Butter, der doch sonst bei keiner Fangaktion fehlt?
Diese hatte er tatsächlich verschlafen.

Am übernächsten Tag kommen die beiden Katzen zurück.

Eleni setzt sich nicht nur an ihrer Futterstelle für die Kastration ein. Hier  kommt sie mit dem kastrierten Kater einer Freundin vom Tierarzt zurück.

Aber auch an ihrer Futterstelle sind noch nicht alle Streuner kastriert.
Diese Katze war schwierig zu fangen, weil sie nicht regelmäßig an der Futterstelle erscheint.

Als die letzten beiden Kater für dieses Jahr zurückkommen, ist Butter wieder dabei.

Für eine Weile kehrt Ruhe an der Futtestelle ein.

Es gibt immer genug Futter, die Winterquartiere sind eingerichtet.

Simadi geht es gut, aber wir müssen uns um eine andere Katze kümmern.

Snowball war die vierte Katze, die hier kastriert wurde. Eleni vermutet, dass sie an der Futterstelle ausgesetzt wurde. Nachdem die Schönheit immer zutraulicher wird, fällt Eleni auf, dass Snowball kaum hören kann.
In der Klinik wird dieser Verdacht bestätigt.
Mit diesem Handycap soll Snowball nicht länger draußen leben und kommt in unsere Pflegestelle.
Später findet sie ein Zuhause bei einem netten Menschen und einer sehr lieben, ruhigen Katze.

Die Wintermonate sind auch in Griechenland eine harte Zeit für Streuner. Vor allem die feuchten kühlen Nächte machen all denen zu schaffen, die anfällig für Atemwegsinfektionen sind.
Diesem Kater – wir werden ihn später Pavarotti nennen – kann zum Glück geholfen werden.
Anfang Januar 2016 erscheint er in Elenis Nachbarschaft und wir bringen ihn in die Klinik, wo er schnell gesund wird.

Der schwarze Kater von Elenis Futterstelle bleibt nach seiner Kastration so lange in der Klinik, bis sein Schnupfen behandelt ist.

Auch sie muss wegen einer Erkältung in der Klinik ausharren.

Mitte Januar erscheint ein weißer Kater mit einem schlimmen Auge bei Eleni. Er wird operiert, muss vier Wochen in der Klinik bleiben, aber dann ist alles überstanden.
Keine Frage, wer es sich auf dem letzten Bild bequem macht.

Im Februar kommt ein neuer Kater, von dem wir vermuten, dass er aus einem Zuhause stammt. Weil er einen Schnupfen hat, bleibt Adonis zur Behandlung in der Klinik und kommt danach in unsere Pflegestelle. So ruhig und lieb wie er ist, wäre er einem Streunerleben nicht gewachsen.

Adonis ist ein Schmusekater und findet bald ein Zuhause in der Nachbarschaft bei Vasilis, Annas Sohn. Anna hatte der Mutter der Kleinen Strolche ein Zuhause gegeben.

Zu Kater Adonis und seinem Herrchen Vasilis, auf dem Foto neben Eleni, gibt es eine nette Geschichte von 2018, also zwei Jahre später:
Eleni und Vasilis fangen bei Kroketa an.

Natürlich kommen sie über ihre Katzen ins Gespräch, Eleni erzählt von Loukoumas und Willi Brother, Vasilis von seinem Kater Lynga. Er sagt, dass seine Mutter ihn von Doris bekommen hätte, was Eleni hellhörig werden lässt. Sie möchte ein Foto sehen und wen erkennt sie darauf? Fundkater Adonis!

 

 

 

 

Ab Ende Februar wird wieder gefangen.
Butter, das Empfangskomitee für kastrierte Kater und Katzen.
Dieser rote Kater ist noch nicht lange an Elenis Futterstelle, aber es hat den Anschein, als würde er bleiben.

Im März werden drei Kater von Elenis Futterstelle und eine weiße Katze aus der Nachbarschaft kastriert.

 

Den kennen wir doch schon. Pavarotti muss wegen einer tiefen Wunde wieder in die Klinik.

Noch ein Sorgenkind ist Okay. Er hat immer wieder Probleme mit der Haut.
Wir vermuten, dass sein Schlafplatz voller Ungeziefer ist, kommen aber nicht an ihn heran. Außerdem wird Okay vor einem Supermarkt mit allem Möglichen gefüttert, sodass auch deswegen eine Allergie nicht ausgeschlossen ist.

Mehrere Male in monatlichen Abständen fährt Eleni mit Okay zum Tierarzt; es tritt aber keine deutliche Besserung ein.
Da der Kater ein sehr menschenbezogener Einzelgänger ist, holt Eleni ihn schließlich in ihre Pflegestelle, wo es sich Okay sofort behaglich macht und bald eine deutliche Besserung seiner Pobleme eintritt.
Wir beschließen, ein passendes Zuhause für ihn zu suchen.

Etwa ein Jahr später zieht Okay um. Seinen Namen erhielt Okay, weil er hinter dem gleichnamigen Supermarkt sein Zuhause hatte. Sein neues Herrchen nennt ihn Netto. Die beiden ruhigen Herren kommen super zusammen zurecht. Und Netto fühlt sich auch in seinem neuen Zuhause schnell sehr wohl.

Weiter geht es an Elenis Futterstelle.
Der rote Kater ist tatsächlich an der Futterstelle geblieben, muss wegen einer Erkältung in die Klinik, erholt sich gut und tollt bald wieder herum.

Gefangen werden noch eine Katze im April und ein Kater im Mai.

Pavarottis tiefe Wunde schließt sich langsam.
Er ist so ein lieber Kerl und ein richtiger Sonnenschein in der Klinik, dass unsere Tierärzte ihn am liebsten behalten würden, weil er sie immer wieder mit seinem Gesang erfreut.

Da Pavarotti anfällig für Erkältungen zu sein scheint, und weil wir Angst haben, dass er wieder verletzt wird, soll er nicht auf die Straße zurück, sondern kommt zu uns in Pflege.

Ein Wohnungsleben scheint ihm zu gefallen und Pavarotti singt weiter. Bald findet er ein Zuhause, in das er zusammen mit Marvin, den er bei uns kennengelernt hatte, einziehen darf.
Kaum dort angekommen, machen sich beide übers Futter her. Macht’s gut Ihr beiden!

 

Der Streunerin Mandi hatten wir auch noch ein paar schöne ruhige Jahre gewünscht.
Mandi hat aufgrund einer angeborenen Kieferverformung Schwierigkeiten bei Nahrungsaufnahme und Fellpflege, weshalb wir sie zu uns nehmen und hoffen, dass Mandi lernt, Menschen zu vertrauen.
Nach einigen Wochen, als Mandi endlich zutraulicher wird, frisst sie plötzlich nicht mehr. Wir bringen sie sofort in die Klinik, wo Mandi während der Untersuchung in den Händen des Tierarztes stirbt.

 

Wieder einmal sind wir sehr traurig, aber es brauchen viele andere unsere Hilfe, was uns in gewisser Weise ein Trost ist.
Und so geht es an Elenis Futterstelle weiter. Ihre Stammgäste sind kastriert, aber es schauen immer mal wieder Streuner vorbei, so wie diese beiden Kater, die wir im Juni fangen. Einen Tag später laufen sie schon wieder in ihre Freiheit.

 

 

 

 

Es gibt auch wieder einen verwundeten Kater. Pligus erscheint Anfang Juli mit einer Bisswunde am Schwanz in Elenis Nachbarschaft, und zwar dort, wo wir auch Pavarotti zum ersten Mal gesehen hatten.
Pligus ist sehr zutraulich und wir bringen ihn umgehend zum Tierarzt.

Nachdem Pligus Wunde gut heilt, nimmt ihn Eleni zu sich, damit er sich noch weiter erholen kann und sich die Wunde ganz schließt.

Pligus ist so ein lieber Kater, dass wir vermuten, er wurde ausgesetzt, und wir beschließen, ihm wieder ein Zuhause zu suchen.

Nach drei Wochen kommt er in unsere Pflegestelle …

zieht Mitte Oktober in ein neues Zuhause um, aus dem uns umgehend das erste Foto erreicht:

Neben Fundkater Pligus machte Streuner Loukoumas Eleni Anfang Juli Sorgen, weil er nicht mehr fressen wollte. Sie brachte ihn zur Behandlung in die Klinik und ließ ihn danach wieder an ihrer Futterstelle frei.

Den weiteren Sommer über ist es ruhig an Elenis Futterstelle.

Butters, Willi Brother und den anderen geht es gut.

Es steht zwar immer an verschiedenen Stellen Trockenfutter bereit, aber Eleni füttert jeden Abend Nassfutter, damit sie ihre Streuner einmal am Tag zusammen sieht.

Im September kommen zwei neue Kater zur Futterstelle. Der schwarze wird eine Woche in der Klinik gegen Schnupfen behandelt, bevor wir ihn wieder freilassen.

Ende September bzw. Anfang Oktober fangen wir eine Katze und zwei Kater.

Diesmal ist nicht Butters, sondern Willi Brother neugierig, als der Kater zurückkommt.

Im Sommer sieht Eleni diesen roten Kater auf dem Nachbargrundstück, kann ihn aber nicht fangen, weil sie keinen Zutritt zu dem Garten hat.

Sie füttert den Kater immer ein Stückchen weiter außerhalb vom Zaun, bis sie ihn schließlich fangen kann. Bald nach seiner Kastration verschwindet er aber wieder.

Anfang Oktober erscheint ein sehr zutraulicher roter Kater an der Futterstelle, den Eleni kurz darauf zum Tierarzt bringt.

Und wieder ist Willi Brother dabei, als der Kater zurückkommt.

Fipi muss ein Zuhause gehabt haben, denn er sucht immer Kontakt zu Menschen und weicht Eleni beim Füttern nicht von der Seite, sodass sie beschließt, ihn in ihre Wohnung zu nehmen.

Später werden wir ein Zuhause für den lieben Kater finden.


Mitte Oktober klingelt bei Eleni eine Nachbarin, die bemerkt hatte, dass sich ein Kätzchen im Motorraum ihres Autos befand. Zum Glück braucht die Nachbarin das Auto nicht dringend und wir haben Zeit, das Kätzchen herauszulocken.
Man erkennt auf dem Foto, wie das Kätzchen herauskommt.

Sie ist gar nicht scheu, nur verängstigt und wird umgehend zum Kastrieren gebracht. Als sie zurückkommt, ist Will Brother wieder dabei.
Die Hübsche bleibt an Elenis Futterstelle und wird Madot genannt.

Kurz vor Weinachten bringen wir die letzten beiden Katzen dieses Jahres zum Kastrieren, einen schwarzen Streuner, den Eleni beim Haus gegenüber fing und eine schwarzweiße Katze von Elenis Freundin.

Leider muss noch einer kurz vor Weihnachten in die Klinik. Kater Butter geht es gar nicht gut.

Bald geht es Butter zwar wieder besser, aber die Tierärzte raten, ihn nicht wieder nach draußen zu lassen. Eleni nimmt Butter bei sich auf, der sich glücklicherweise gut mit Fipi versteht.

Auch für Butter finden wir 2017 ein Zuhause.

Januar 2017, die Winterbetten werden genutzt …

viele Streuner stellen sich täglich morgens …

und abends zur den Fütterungszeiten ein.

Mitte Januar muss die sehr liebe Katze Meni zum Tierarzt, weil sie nicht mehr problemlos fressen kann.
Was war der Grund? Eine Gräte steckte zwischen Zahn und Zahnfleisch fest.

In Elenis Nachbarschaft hat Sandi einen Frisiersalon. Sandi füttert auch einige Streuner, von denen die meisten schon kastriert sind. Nachts dürfen sie drinnen schlafen.

Einige Katzen konnte Sandi bisher noch nicht kastrieren lassen, weil sie sie nicht in die Transportbox locken konnte. Ende Januar gelingt es uns endlich, die erste von ihnen mit der Falle zu fangen.

Kurz darauf bringt Eleni Loukoumas Bruder in die Klinik. Er muss einen Unfall gehabt haben, hatte sich am Bein verletzt.
Nach einer Woche rennt er schon wieder in seine Freiheit, als wäre nichts gewesen.



Im März werden zwei Kater und eine Katze von Elenis Futterstelle und drei Kater, die Elenis Cousine füttert, kastriert.

Die beiden Kater Loukoumas und Willi Brother haben schon seit einiger Zeit Probleme beim Fressen. Mehrere Zähne müssen gezogen werden. Nach der Behandlung nimmt Eleni die beiden bei sich auf.

Da sich Loukoumas und Willi Brother gut verstehen und das Wohnungsleben zu genießen scheinen, beschließt Eleni, die beiden zu behalten.

Ende März müssen wir eine von Sandis Streunerinnen mit einer Schulterverletzung in die Klinik bringen.
Wir sind fassungslos – seht selbst: Eine Kugel hatte sie getroffen.

Im April bzw. Mai fangen wir zwei neue Kater an Elenis Futterstelle.

Bald kommt der nächste Neuzugang, ein Kater, der in keinem guten Gesundheitszustand ist. Er wird nach der Kastration eine Woche in der Klinik behandelt; danach geht es ihm besser.

Eleni rührt kräftig die Werbetrommel fürs Kastrieren. Anfang Juni holt sie einen Kater und eine Katze von einer Bekannten ab und bringt beide zum Tierarzt.
Wenn es nur daran liegt, dass jemand kein Auto hat, keine Transportbox, dass er/sie die Katze nicht fangen kann oder keinen Tierarzt kennt, dann können wir leicht helfen.

Das ist Madot, das Kätzchen, das sich im Motorraum eines Autos versteckt hatte. Madot frisst nicht mehr, muss in die Klinik und hat hohes Fieber.
Es fällt schwer zu schreiben, aber auch Madots Schicksal ist Teil unserer Streunerhilfe.
Madot kommt zu uns in Pflege. Es folgen Monate, in denen Madot immer wieder wegen offener Stellen am Köpfchen in der Klinik ist. Untersuchungen und Therapien lässt sie tapfer über sich ergehen, aber im März 2018 können die Tierärzte Madot nur noch vor größerem Leid bewahren und schläfern sie ein.

Im August fangen wir ein sehr scheues graugetigertes Kätzchen bei Sandi.
Zwischen Sandi und Eleni gibt es einen Kiosk. Die Besitzerin hat mitbekommen, dass wir Katzen zum Kastrieren fangen. Sie hatte vor einigen Monaten ein Kätzchen aufgenommen und fragt uns, ob wir es auch mit zum Kastrieren nehmen könnten – natürlich können wir. Es ist die Hübsche vom dritten Bild.

Im September bringen wir zwei Katzen zum Tierarzt. Dem weißen Kater muss nach einem Unfall der Schwanz amputiert werden; die Schildpattkatze Naomi wird kastriert und es werden ihr schlechte Zähne gezogen. Sie wird im Wartezimmer von Kater Praxis begrüßt, der den Tierärzten zugelaufen war und später in ein Zuhause umzieht.

Naomi hatte Eleni gefunden, als sie ihre Mutter besuchte. Jemand erzählte, dass Naomi zusammen mit ihren beiden Brüdern aufgewachsen war, die von Autos überfahren wurden.
Eleni fängt Naomi zur Kastration und nimmt sie nach dem Klinikaufenthalt zu sich in Pflege, damit ihr nicht dasselbe passiert wie ihren Brüdern.

Ende November muss Meni noch einmal in die Klinik. Wieder hatte jemand Fisch herausgestellt und Meni blieb ein dickes Stück Gräte im Hals stecken.
Meni ist so lieb, dass der Tierarzt das Stück ohne Narkose herausholen konnte.

Mitte Dezember erscheint ein Kater an der Futterstelle, der in sehr schlechtem Gesundheitszustand ist. Er wird nach der Kastration eine Woche in der Kinik behandelt und erholt sich danach weiter an Elenis Futterstelle. Appetit hat er.

Wieder sind die Winterbetten vorbereitet.

Wie könnte Weihnachten ohne eine Überraschung stattfinden?!
Als Eleni Heiligabend von der Arbeit nachhause kommt, steigt ein kleines krankes Katerchen aus einem der Kartons. Wir nennen ihn Christos. Es dauert eine Weile, bis Eleni den kleinen verschnupften Kater fangen und in die Klinik bringen kann.
Nachdem Christos gesund ist, nehmen wir ihn Anfang Januar zu uns, wo er bald Pflegekätzchen Emma kennenlenrt, mit der er später in ein schönes Zuhause umziehen wird.

Im Februar bzw. März 2018 fangen wir eine Katze, die beim Supermarkt gefüttert wird und einen Kater, der sich oft auf dem verlassenen Nachbargrundstück aufhält.

Eleni erfährt, dass eine Katze bei der Post ein Zuhause gefunden hatte. Ist die Katze kastriert? Nein.
Schnell ist auch dafür gesorgt – zur Erleichterung und Freude der Angestellten, die sich um die Katze kümmert.

Meni wird immer zutraulicher und eine Familie im Haus verliebt sich in die süße Katze. Da es ihre erste Katze sein wird, stehen wir mit Rat und Tat zur Seite und im März zieht Meni bei der Familie ein, die sich rührend um die Katze kümmert.

Im Mai muss Meni noch einmal zum Tierarzt, diesmal wegen einiger schlechter Zähne, und im Oktober bekommt sie eine gründliche Zahnsanierung.

Im April fangen wir einen Kater, der immer nur spät abends zur Futterstelle kommt. Als er von der Kastration zurückkommt, sehen wir erst einmal, was für eine Schönheit er ist.

Eleni spricht auch mit ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen (damals arbeitete sie in einem Supermarkt) übers Kastrieren. Zwei Kolleginnen hatten ihre Kater noch nicht kastrieren lassen. Sie bringen sie mit zur Arbeit, Eleni bringt sie bei mir vorbei, ich nehme sie mit zum Tierarzt und am anderen Tag geht’s wieder zurück.

Georgos, ein Kollege, geht über das Olympiagelände zur Arbeit und kommt an einer Stelle vorbei, an der jemand eine Streunergruppe füttert.
Eines Tages sieht er abseits der Gruppe ein Katerchen. Da der kleine Kerl von der Gruppe nicht geduldet wird, füttert Georgos ihn in der Nähe eines Verstecks.

Georgos erzählt Eleni von dem inzwischen zutraulichen Kater, der schon nach ein paar Tagen angelaufen kommt, wenn er Georgos hört.
An einem Sonntag im August fahren Eleni und ich zu der Stelle und sehen, dass jemand ganz in der Nähe für den Kater einen Unterschlupf vorbereitet hatte.

Wir fangen den Kater, hinterlassen im Unterschlupf einen Zettel, dass er in Sicherheit ist, und bringen ihn in die Klinik. Wir nennen ihn Georgos.


Georgos bekommt die Erstversorgung, bleibt zur Beobachtung in der Klinik, wird gegen seinen Durchfall behandelt und kommt danach zu Eleni.

Bald wird Georgos bei Kater Filou einziehen, dessen Spielgefährte gestorben war. Im neuen Zuhause wird er Mogli genannt.

Drei Jahre später, Anfang Februar 2022, erhalten wir eine Nachricht und Fotos aus Moglis Zuhause:

„Mogli und Filou geht es prächtig. Die beiden sind wirklich eine Bereicherung fürs Leben. Auch wenn Filou und Mogli keine Kuschel-Kumpel sind, merkt man doch, wie sehr sie aneinander hängen. Es wird niemals ohne den anderen angefangen zu fressen 😄 gegenseitige Putzeinheiten gehören aber auch dazu und fangen spielen ebenso.
Die Zeit mit den beiden verfliegt so schnell. Dank Home Office habe ich auch die Gelegenheit, ganz viel Zeit mit beiden zu verbringen.
Und Mogli ist ein absoluter Kuschelfan, mindestens zweimal am Tag fordert er seine Kuscheleinheiten ein 😄“

Wir freuen uns über jedes Happy End und sind sehr dankbar, wenn es unsere Schützlinge in ihrem neuen Zuhause gut haben.


Aber die Streunerhilfe hat ihre Schattenseiten und so gab es auch 2018 Katzen, deren Gesundheitszustand sich trotz Klinikaufenthalten und Therapien immer weiter verschlimmerte und die eingeschläfert werden mussten.
Im April kam eine Katze sterbenskrank zu Elenis Futterstelle und umgehend in die Klinik, wo man ihr aber nicht mehr helfen konnte.
Simadi erging es ähnlich wie Katze Madot. Viele Monate konnten wir ihr Leiden lindern, aber dann half nichts mehr. Im Mai fuhren wir das letzte Mal mit ihr zum Tierarzt.
Der schwarze Kater hatte mehrere Therapien gegen seine Atemwegsprobleme hinter sich, nun schlug keine mehr an. Im Oktober wurde er erlöst.
Achileas hatte bei Thodoris, einem Bekannten von Eleni, ein Zuhause gefunden. Achileas hatte Probleme mit den Nieren, die im November schließlich versagten.

2019 ist es ruhig an Elenis Futterstelle. Sie füttert inzwischen bei ihrem Haus und in der Nachbarschaft an sechs verschiedenen Stellen insgesamt 30 bis 40 Streuner. Alle sind kastriert, vorerst kommen keine neuen hinzu.

Diese sind Lina und Tammi. Sie werden Anfang Januar kastriert.

Tammis und Linas Geschichte begann 2018.
Elenis Arbeitskollegin hatte die Katzenmutter gefüttert, die kurz nach der Geburt ihrer Babys Ende Juli 2018 von einem Auto überfahren wurde. Martina und ihr ältester Sohn nahmen die Katzenbabys zu sich und fütterten sie eine Woche lang mit dem Fläschchen.
Da die Familie ihren Urlaub schon geplant hatte, bevor sie die Katzenbabys fand, waren Tammi und Lina den August über bei uns. Sie hatten einen gesunden Appetit, wuchsen und gediehen prächtig.

Die Familie war überglücklich, als sie die Kätzchen gesund und munter wieder zu sich nehmen konnte und die beiden kleinen Racker entwickelten sich über die Monate zu reizenden Katzendamen.

Im Oktober 2019 ändert sich unerwartet Martinas häusliche Situation und sie kann sich nicht mehr genug um Tammi und Lina kümmern. Schweren Herzens trennt sie sich von den beiden und gibt sie zu Eleni in Pflege.

Schon im November ziehen Tammi und Lina in ein neues Zuhause um, aus dem uns im März 2020 folgende Nachricht errreicht:

“ … ich wollte Sie nur wissen lassen, dass es den beiden Stubentigern Lina und Tammi sehr gut geht. Wir haben uns perfekt aufeinander abgestimmt, die beiden sind äußerst pflegeleicht, sehr verschmust und absolut lieb.
Sie sind uns allen sehr ans Herz gewachsen und gehören voll zur Familie dazu.“

Bei Eleni bleiben, neben ihren beiden Hunden, ihre Kater Loukoumas und Willi Brother

sowie die Katze Cecilia, die im verganenen Sommer an einer unserer Fangstellen ausgesetzt wurde und dort keinen Anschluss zur Streunergruppe fand.

Mitte Januar 2020 fangen wir einen Kater, der auch am Auge operiert werden muss.

Da der Weiße leider gar nicht pflegeleicht und somit in der Klinik schwer zu versorgen ist, ist klar, dass ich ihn nach einigen Tagen zu uns holen muss, wo er sich weiter erholen kann.
Er ist nicht der erste schwierige Fall, den wir versorgen müssen – wir kennen das schon von Hennys Naughty Boy – und die Krankenstation für die nächsten drei Wochen wird wieder aufgebaut.

Der Weiße scheint zwar nicht sonderlich begeistert zu sein, aber er hält durch, randaliert nicht, frisst, trinkt, hat guten Stuhlgang und die Wunde verheilt schnell.

Da keine Komplikationen auftreten, darf er nach drei Wochen wieder an die Futterstelle zurück. Noch am selben Abend schickt mir Eleni ein Foto. Da war er schon wieder gekommen.

Ende Januar bekommen wir Besuch von Heike, die sich einmal alles vor Ort anschauen möchte.
Wir besuchen auch Eleni.

Über ein halbes Jahr lang geht an Elenis Futterstelle alles seinen Gang ohne besondere Vorkommnisse.
Katzen und Kater sind kastriert und wohlauf.

Erst im Sommer braucht wieder ein Kätzchen unsere Hilfe. Es ist die kleine Eos, die am Kiosk gegenüber vom Okay Markt ausgesetzt wurde.
Wir bringen sie zur Erstversorgung in die Klinik und nehmen sie bei uns auf.

Eos verbindet Frühstück mit Frühsport.

Wir haben Eos zu uns genommen, damit sie Gesellschaft mit jungen Katzen hat. Bei uns sind gerade der blinde Kater Thisias und sein einäugiger Bruder Myrthos in Pflege.

Ende September zieht Eos in ein neues Zuhause um und fühlt sich dort sofort wohl.

Dort lernt sie Katze Nala kennen …

mit der sie sich bald anfreundet.


Im August möchte Eleni eine Woche in Urlaub fahren. Ihr Bruder füttert die Katzen in der Nähe des Hauses. Mir zeigt Eleni die Stellen in der näheren Umgebung, wo sie jeden Morgen vor der Arbeit füttert.
Einige der Katzen dort sind noch nicht kastriert. In der Woche fange ich zwei Katzen und zwei Kater, die nach ihrer Kastration in ein hoffentlich besseres Leben zurücklaufen.

Zusammen fangen wir später noch eine Katze und drei Kater.
Der letzte Kater, auf dem letzten Bild der dritte von links, frisst gleich wieder mit den anderen Streunern zusammen.

Mitte August hatte Eleni auf der Wiese vor Sandis Frisiersalon zwei Kätzchen gesehen und angefangen, sie zu füttern. Später stellt sich heraus, dass es zu dem kleinen rotweißen Kater noch einen zweiten gibt und dass der grauweiße scheinbar älter als die beiden rotweißen ist.

Als sich der sehr zutrauliche grauweiße Kater im Herbst von den beiden anderen absondert und Eleni sieht, wie er die Hauptstraße überquert, bringt sie ihn zum Kastrieren und nimmt ihn bei sich auf.

Wie so oft liegen Freud und Leid nahe beieinander. Dieser hübsche Kerl saß eines Abends Ende November an der Futterstelle, abgemagert und schon ganz apathisch.
Eleni brachte ihn sofort in die Klinik. Die Tierärzte konnten den armen Kater aber nicht mehr retten.

Wieder geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende.
Und wie so oft gibt es zu Weihnachten eine Überraschung: Melanie.
Gegenüber von Elenis Haus am Kiosk wurde eine verschnupfte Katze ausgesetzt. Sie blieb zum Glück in der Nähe vom Kiosk und lief nicht auf die Straße. Jedem, der etwas kaufte, strich die Hübsche, Zuwendung suchend, um die Beine. Eleni zögert nicht lange, bringt Melanie in die Klinik und nimmt sie nach der Behandlung bei sich auf.

Im Januar 2021 sind Arkas und Dias, die beiden rotweißen Kater, alt genug für die Kastration. Da die beiden immer zusammen waren, wollen wir sie gleichzeitig fangen.
Damit nicht einer vor Schreck verschwindet, wenn der andere in die Falle geht, füttert Eleni den zutraulichen Arkas etwas abseits und fängt ihn mit dem Fangkorb in dem Moment, in dem ich Dias in die Falle locke.

Eleni befürchtet, dass die beiden netten Kater einem Leben auf der Straße nicht gewachsen sind, möchte ihnen eine Chance auf eine Zuhause geben und nimmt sie zu sich in Pflege.

Für Melanie, Ion, Arkas und Dias finden wir später – wie so oft über die Bochumer Katzenhilfe – ein schönes Zuhause.

Hier eine Nachricht und Fotos aus Melanies Zuhause:

„Ein halbes Jahr ist Melli (Melanie) nun bei uns und hat sich in unsere Herzen geschlichen.
Sie ist eine sehr besondere Katze – wahnsinnig anhänglich und verspielt. 
Sonne ist wichtig. Kalt, Wind und Regen ist überhaupt nichts für unsere kleine Griechin.“

Elenis Streunern geht es gut, es ist immer für alle genug Futter da.

Im August kommt ein neuer Kater zur Futterstelle, der dringend Hilfe benötigt.
Da er sehr menschenbzogen und bereits kastriert ist, nehmen wir an, dass es wieder einmal der Fall ist, dass ein Tier ausgesetzt wird, weil die Besitzer keinen Tierarzt bezahlen können.

Wir bringen Felix umgehend in die Klinik.
Nachdem die Therapie beendet ist, lassen wir ihn an der Futterstelle wieder frei und hoffen, dass er in der Nähe bleibt, damit Eleni ein Auge auf ihn hat, falls er wieder krank wird.

Felix bleibt, Eleni sieht ihn abends schon wieder beim Futter.

Nach zwei Monaten, im Herbst mit seinen kühlen, feuchten Nächten, geht es Felix wieder schlechter. Er kommt zum zweiten Mal in die Klinik, soll danach aber nicht mehr nach draußen und Eleni nimmt ihn bei sich auf.

Da Felix Auge immer wieder Probleme bereitete, musste es später entfernt werden.

Ende Dezember zieht Felix in ein neues Zuhause bei Heike ein, kurz darauf erreicht uns folgende Nachricht:

„Ein Neuzugang 😍
Wir mussten im letzten Jahr unseren Bonnie gehen lassen.
Für uns war immer klar, dass wieder ein dritter Kater einzieht.
Es war nicht einfach, aber wir haben einen wunderbaren Nachfolger gefunden: Felix 😍.
Eigentlich wollten wir für unsere Altherren-WG einen alten Kater. Felix ist wahrscheinlich deutlich jünger, aber war auf der Pflegestelle sehr freundlich und sozial mit den anderen Katzen.
Felix kam Ende Dezember zu uns und er ist ein Schatz. Er versteht sich sehr gut mit den Jungs und ist ein richtiger Kuschelkater.“