Doris Futterstelle

Die Futterstelle liegt südlich eines unbebauten Platzes. Seit Dezember 2009 füttern wir streunende Katzen. Nach und nach werden 24 Katzen kastriert, von denen 12 bleiben. Im August 2013 wird die Futterstelle als erste in das Projekt der Bochumer Katzenhilfe übernommen.
Anfangs wurden die Streuner noch auf dem Platz gefüttert.

Inzwischen kommen sie in unseren kleinen Innenhof. Dort sind sie vor streunenden Hunden geschützt und wer möchte, findet im Garten ein Zuhause.
Informationen zu den ersten vier Jahren an dieser Futterstelle finden Sie auch unter Streuner und Ehemalige Streuner.

Ameisen und Schnecken können die Joghurtbecher nicht überwinden. So ist das Futter, das für Nachzügler auf dem Tisch steht, geschützt.

Anfang Februar 2014 traue ich meinen Augen nicht, als ich etwas kleines Weißes vorm Pascha entdecke. Stundenlang versteckt sich das Kätzchen im Garten, lässt sich nur durchs Fenster fotografieren.

Gegen Abend schließlich ist das Kätzchen hungrig genug, lässt sich beim Fressen sogar streicheln und einfangen.

Das sieht schlimmer aus als es ist. Die Kätzchen fühlen sich die erste Zeit wohl in ihrem geschützten Raum.

Wenn sie dann neugierig werden und das Klöchen kennen, bleibt der Käfig nur noch ein Rückzugsort und wird bald unnötig.

Schnell stellt sich heraus, dass das Katerchen taub ist. Kein auch noch so lautes Geräusch kann seinen Schlaf stören. Wir nennen ihn Deffi. Einem Streunerleben wäre er mit seiner Besonderheit nicht gewachsen und wir beschließen, ihn bei uns im Haus aufzunehmen.

Deffi ist ein ganz lieber kleiner Kerl. Von seiner anfänglichen Scheuheit ist bald nichts mehr zu spüren. Er hat einen guten Appetit, spielt gern und lässt sich problemlos die Ohrentropfen geben. Nachdem er seine Ohrmilben los ist und geimpft wurde, darf er endlich mit den anderen Katzen und mit Lakis zusammen sein.

Erstaunlich – Deffi zeigt überhaupt keine Scheu den anderen gegenüber. Neugierig wird alles untersucht.

Bald ist es, als wären sie alle immer schon zusammengewesen. Besonders die drei Jüngsten sind kaum mehr zu trennen.

Aslan, Sternchen und Deffi

Es gibt keine Eifersüchteleien, jeder ist lieb und verträgt sich mit jedem – meistens jedenfalls.

Mal sind die einen ein Dreamteam,

dann wieder die anderen.

In den Sommerferien 2014 stellt sich ein neuer Kater an der Futterstelle ein. Ich hatte ihn schon häufiger in der näheren Umgebung, auch in der Nähe einer stark befahrenen Straße gesehen und gehofft, dass er den Weg zu unserer Futterstelle finden würde. Im August schließlich kommt er fast täglich und Anfang September gelingt es mir, ihn zu fangen.

Er hat es überstanden. Aber anstatt wegzurennen, trollt August davon, überlegt und beschließt, doch lieber umzukehren. Sicher hat er nach der ganzen Aktion Hunger und die anderen lassen ihn gewähren.